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Polizisten "pfänden" Potsdamer Staatskanzlei

Andreas Schuster verweist gegenüber dem Ministerium auf mehrere Gerichtsurteile.
Andreas Schuster verweist gegenüber dem Ministerium auf mehrere Gerichtsurteile. FOTO: GdP
Potsdam. Aus Protest gegen eine zu niedrige Besoldung haben Polizisten die Potsdamer Staatskanzlei symbolisch gepfändet. Teils in Uniform brachten Beamte am Donnerstag "Pfandsiegel" am Tor des Gebäudes an. dpa/bl

Zu der Aktion aufgerufen hatte die Gewerkschaft GdP.

Die Beamten kritisieren, dass sie von 2004 bis 2014 nicht einmal die Mindestbesoldung erhalten hätten. Dabei verweisen sie auf Urteile unter anderem des Bundesverfassungsgerichts zu anderen Bundesländern. Das Finanzministerium lehnt pauschale Nachzahlungen für alle Beamten ab. Stattdessen werden die laufenden Bezüge aller 34 000 Beamten im Land zusätzlich zweimal um 0,5 Prozent angehoben. "Das Angebot ist aber aus Sicht der Kollegen unannehmbar", erklärte dazu GdP-Landeschef Andreas Schuster.