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| 14:13 Uhr

Verfolgungsjagd durch Brandenburg
Polizei schnappt Geldautomatensprenger

Ein 55-jähriger Deutscher wurde in der Nacht festgenommen.
Ein 55-jähriger Deutscher wurde in der Nacht festgenommen. FOTO: Frank Hilbert
Potsdam. Die Polizei hat einen Geldautomatensprenger in Brandenburg verhaftet. Nach einer wilden Verfolgungsjagd konnte er bei Linde (Oberhavel) gefasst werden. Von Bodo Baumert

Ein 55-jähriger Deutscher ist in der Nacht zum Donnerstag nach einer Verfolgungsjagd von der Polizei verhaftet worden. In seinem Auto fanden die Polizisten typische Werkzeuge zur Durchführung von Geldautomatensprengungen. Eine Gasflasche hatte er zuvor aus dem Auto geworfen.

Doch der Reihe nach: Wie das Potsdamer Polizeipräsidium  am Donnerstagmittag berichtet, wollten Polizisten das Fahrzeug gegen 3 Uhr in der Nacht in der Nähe der Ortschaft Linde kontrollieren. Doch der Fahrer floh. Mit zeitweise 180 Stundenkilometern  raste über die Landstraßen im Löwenberger Land. „Während der Flucht wurde aus dem Fahrzeug unter anderem eine Gasflasche geworfen. Auch ein Wildunfall des BMW mit einem Reh konnte das Fluchtfahrzeug nicht stoppen“, berichtet Polizeisprecherin Stefanie Klaus.

In Linde stoppte das Fahrzeug. Die Insassen flüchteten zu Fuß. Die Polizei setzte einen Diensthund ein und konnte kurz darauf einen 55-Jährigen im Dickicht aufspüren. „Der Hund biss den Mann dabei in die Jacke und verletzte ihn leicht an der Schulter“, berichtet Stefanie Klaus.

Der Mann wurde festgenommen. laut einem Schnelltest stand er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Im Auto fanden die Polizisten typische Werkzeuge der Geldautomatensprenger. Die Fluchtstrecke wurde nach der Festnahme erneut abgefahren. Die aus dem BMW geworfenen Gegenstände konnten dabei sichergestellt werden. Das beim Wildunfall verletzte Reh musste erschossen werden.

Polizeivizepräsident Roger Höppner:  „Der Erfolg der letzten Nacht ist vor allem ein Erfolg der täglich im Einsatz befindlichen Polizisten. Ohne die nötige Sensibilität und den richtigen Riecher, ist so mancher Erfolgt nicht möglich.“

Die Vernehmungen des Verhafteten laufen. Die Suche nach seinen Komplizen geht derweil weiter.  „Wie viele Insassen in dem Auto saßen, können wir noch nicht sagen. Das müssen die Ermittlungen ergeben“, sagt Polizeisprecher Torsten Herbst.

Die Ermittlungen führt die Soko Geld, die nach der jüngsten Sprengserie noch einmal verstärkt wurde.

Welche Taten dem Verhafteten und seinen Komplizien zugewiesen werden können, müssen nun die weiteren Ermittlungen ergeben. Die jüngste Sprengserie im Berliner Umland, für die eine Gruppe aus den Niederlanden verdächtigt wird, soll der nun Verhaftete nach ersten Erkenntnissen nicht begangen haben. „Wir gehen derzeit nicht davon aus, dass er zu dieser Bande gehört“, so Herbst.