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| 18:41 Uhr

Kriminalität
Polizei rüstet gegen Holländer auf

Potsdam. Bankautomaten-Sprenger in Brandenburg unter Druck: Soko „Geld“ wird personell erweitert. Von Frank Hilbert

Potsdam-Drewitz (9. Juni), Königs Wusterhausen (20. Juni), Erkner (28. Juni), Kyritz (8. Juli), Oranienburg (9. Juli) – das  ist die Spur der Verwüstung, die Automaten-Sprenger im Land Brandenburg hinterlassen haben. Alle Aktionen lassen sich einer Tätergruppe aus den Niederlanden zuordnen, wie das Potsdamer Polizeipräsidium jetzt bestätigt. Auch das stehe fest: Fünf weitere Bankautomaten seien durch die Holländer in Berlin in die Luft gejagt worden. In allen Fällen konnten die Geldräuber unerkannt entkommen.

In der vorigen Woche waren deshalb Experten aus den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen in Brandenburg, um sich mit den hiesigen Ermittlern auszutauschen. Am 19. Juli soll ein Treffen mit den Verantwortlichen der Geldinstitute im Polizeipräsidium stattfinden. Dabei sollen unter anderem mögliche Maßnahmen der Banken zum Schutz ihrer Geldautomaten besprochen werden, heißt es seitens des Polizeipräsidiums weiter. Damit nicht genug. Die durch die Täter verursachten Schäden und Gefahren für die Bevölkerung seien enorm, betont Polizeivizepräsident Roger Höppner.

Daher forciert die Polizei jetzt ihre Taskforce: Die im Landeskriminalamt Brandenburg mit den Ermittlungen beauftragte 20-köpfige Sonderkommission „Geld“ (Soko „Geld“) soll  ab dem 17. Juli in eine besondere Aufbauorganisation (BAO „Geld“) erweitert werden. Das Ermittler-Team werde um vier weitere Beamten verstärkt. Für die zusätzlich geplanten uniformierten und zivilen Streifen sollen Bereitschaftspolizisten eingesetzt werden.