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Platzeck will Trasse Berlin-Schwedt-Stettin

Frankfurt (Oder).. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat das Interesse des Landes an einer intakten Wirtschaftsverbindung Berlin-Schwedt-Stettin (Szczecin) bekräftigt.

Die Wirtschaftsader an der Oder dürfe keinen Infarkt erleiden, sagte Platzeck gestern auf dem Wirtschaftstag von Industrie- und Handelskammer (IHK) und Handwerkskammer Frankfurt (Oder) in der Oderstadt. "Ich appelliere hier auch an unsere polnischen Partner, gemeinsam nach Lösungen für die Sicherung des Waren- und Personenverkehrs auf der Straße, Schiene und zu Wasser zu suchen."
Mit dem EU-Beitritt Polens im Jahr 2004 bildeten Ostbrandenburg und Westpolen die Oderregion, sagte der Ministerpräsident. Dies bedeute, sich von der nationalen "Nullsummenrechnung" zu verabschieden, wonach jeder Gewinn auf der einen Seite der Grenze automatisch einen Verlust für die jeweils andere Seite darstelle. "Dieser gemeinsame Wirtschaftsraum steht für die kommenden Jahre im Mittelpunkt unserer Bemühungen, entlang der Grenze Arbeitsplätze zu schaffen." Ziel es nach Auffassung des Ministerpräsidenten zudem, Berlin stärker in die deutsch-polnischen Kooperationen in der Oderregion einzubeziehen. Nach Angaben von Platzeck seien seit 1990 rund 8,5 Milliarden Euro in Ostbrandenburg investiert worden. Als Beispiele nannte er die Standorte Schwedt, Eisenhüttenstadt und Tschernitz.
Zudem bewiesen tausende kleine Unternehmen im Handel, im Handwerk und im Dienstleistungsbereich, "dass wir aus eigenen Kräften vorankommen können". (dpa/ta)