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| 01:24 Uhr

Platzeck: Erinnerung an Krieg und Gewaltherrschaft wachhalten

Potsdam.. Mit Kranzniederlegungen und Gedenkfeiern hat Brandenburg am Wochenende an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erinnert.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass das Geschehene in Vergessenheit gerät“ , sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck am Samstag bei der Landesfeier zum Volkstrauertag im Potsdamer Alten Rathaus. Zugleich bezeichnete er es als einen großen Erfolg für die Demokratie, dass es immer wieder gelungen sei, Veranstaltungen rechter Gruppierungen zu verhindern. Während in den vergangenen Jahren Neonazis regelmäßig anlässlich des Volkstrauertages am größten deutschen Soldatenfriedhof in Halbe (Dahme-Spreewald) aufmarschiert waren, hatten sie in diesem Jahr eine Anmeldung zurückgezogen.
Platzeck kündigte in seiner Rede an, dass die Landesregierung „ihre wehrhafte Strategie gegen Rechtsextremisten“ fortsetzen werde. Zugleich betonte er die Bedeutung von Toleranz und friedlichem Miteinander, die „Lehren aus unserer Geschichte“ seien. Ein Beispiel für gemeinsames Aufarbeiten sei, dass in diesem Jahr erstmals deutsche und russische Soldaten zusammen Gräber unter anderem in Halbe gepflegt haben. "Gerade an dem Ort, an dem in den vergangenen Jahren Ewiggestrige das Andenken und die Würde der hier ruhenden Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft missbraucht haben, ist es wichtig, Zeichen für ein friedliches und tolerantes Miteinander zu setzen", betonte der Regierungschef. Vor der Gedenkfeier hatte Platzeck Kränze an der Deutschen Kriegsgräberstätte auf dem Neuen Friedhof und an der sowjetischen Kriegsgräberstätte in Potsdam niedergelegt.
(dpa/jt)