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Pilotprojekt zur Entlastung von Notaufnahmen läuft

Potsdam. Die Notaufnahmen der Potsdamer Kliniken werden an Wochenenden und Feiertagen durch eine neue Praxis entlastet. Erstmals in Brandenburg können sich Patienten mit akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden an Mediziner einer sogenannten Bereitschaftsdienstpraxis wenden. dapd/vc

Diese Praxis ergänze den ärztlichen Bereitschaftsdienst in Potsdam, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Brandenburg, Hans-Joachim Helming, am Freitag.

Die Bereitschaftspraxis wurde neben der Rettungsstelle des St.-Josefs-Krankenhauses eingerichtet. Sie ist an Wochenenden und Feiertagen jeweils von 8 bis 20 Uhr sowie von Montag bis Freitag zwischen 17 und 20 Uhr besetzt. Sind die Fälle komplizierter, wäre die Notaufnahme nicht weit weg.

Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) sagte, zur Sicherstellung der flächendeckenden gesundheitlichen Versorgung in Brandenburg sei eine stärkere Kooperation zwischen ambulantem und stationärem Bereich nötiger denn je. Die Praxis gleich neben der Klinik-Rettungsstelle werde ein weiterer wichtiger Baustein im künftigen „Versorgungsensemble“ sein.

Laut der Krankenkasse AOK wurde die Praxis vorerst in einem auf neun Monate begrenzten Pilotprojekt eingerichtet. Bei Erfolg könne es eine Art „Blaupause“ für weitere Institutionen dieser Art in Brandenburg werden. Laut der Barmer könne das Projekt auch teure Krankenhausbehandlungen vermeiden.