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| 13:54 Uhr

Glimpflich ausgegangen
Rheinsberg: Ausgebüxte Pferde verursachen zwei Unfälle

 (Symbolbild) Ausgebüxte Pferde haben in Rheinsberg zwei Unfälle verursacht. Zum Glück ging alles glimpflich aus.
(Symbolbild) Ausgebüxte Pferde haben in Rheinsberg zwei Unfälle verursacht. Zum Glück ging alles glimpflich aus. FOTO: dpa / Karl-Josef Hildenbrand
Rheinsberg/Linow. Sieben ausgebüxte Pferde haben am Sonntag in Rheinsberg für Aufregung und zwei Unfälle gesorgt. dpa

So waren es gegen 16.15 Uhr gleich mehrere Anwohner, die am Sonntagnachmittag bei der Polizei anriefen, weil auf der Fontanepromenade mehrere Vierbeiner frei umherliefen. Beim Eintreffen der Beamten versuchte ein Verantwortlicher bereits, die bis zu sieben Tiere wieder einzufangen. Dies war eine halbe Stunde später, trotz der Unterstützung von vier Beamten in zwei Dienstwagen, nicht gelungen: Eine 55-jährige Renault-Fahrerin konnte einen Zusammenstoß mit einem umher laufenden Pferd laut Polizei nicht verhindern. Die Fahrerin erlitt einen Schock und wurde in einem Rettungswagen behandelt. Das Tier blieb – jedenfalls äußerlich – unverletzt.

Auch danach dauerten die Verfolgungsjagden auf die die Freiheit genießenden Pferde noch lange an. Gegen 18.30 kam es auf der Kreisstraße Richtung Zühlen zu einem weiteren Unfall, als ein Skoda mit einem Pferd kollidierte, welches anschließend flüchtete. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 7 500 Euro. Das Ordnungs- sowie das Veterinäramt wurden über den Sachverhalt informiert. Gegen 19 Uhr waren alle Tiere wieder eingefangen und dem Besitzer übergeben worden.

Die Tiere stammten aus einem Gehöft in Linow, das zu Rheinsberg gehört. Die Tierhalterin ist keine Unbekannte. 2013 musste sie sich vor Gericht verantworten, da sie im Sommer 2012 einen Hengst mit Schmerzen monatelang auf einer Weide gelassen haben soll, ohne das Tier medizinisch versorgen zu lassen. Zudem soll sie sich nicht um ein erkranktes Fohlen gekümmert haben. Das Veterinäramt hatte im März 2013 rund 170 ausgehungerte Pferde vom Hof der Frau geholt. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelte auch in diesem Zusammenhang wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz