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| 01:27 Uhr

Patienten liegen länger in Krankenhäusern

Potsdam.. Patienten in Brandenburg haben im vergangenen Jahr länger in den Kliniken zugebracht als andere Kranke in Deutschland. Wie aus dem gestern vorgelegten aktuellen Krankenhausbericht des Gesundheitsministeriums in Potsdam hervorgeht, lag die Verweildauer durchschnittlich bei 8,7 Tagen (2006: 8,9) und damit leicht über dem Bundesdurchschnitt.


Das gilt demnach auch für die Bettenauslastung von 80 Prozent. 2006 seien es noch 79,4 Prozent gewesen. 2007 seien 523 000 Patienten in Brandenburger Krankenhäusern behandelt worden. 84 Prozent der Brandenburger Patienten seien in der Mark, 16 Prozent in den benachbarten Ländern, vor allem in Berlin, versorgt worden.
Dem Bericht zufolge kamen zum 1. Januar 2008 auf 100 000 Einwohner 606,6 Betten in Krankenhäusern und 27,7 Betten in Tageskliniken. Insgesamt habe es 15 455 Plätze in Krankenhäusern und 707 in Tageskliniken gegeben. Die größte Bettendichte sei 2007 im Versorgungsgebiet Frankfurt (Oder), die geringste im Gebiet Potsdam zu verzeichnen gewesen, hieß es in dem Bericht.
Am stärksten wurden den Angaben zufolge Betten in den Fachgebieten Gynäkologie und Geburtshilfe (minus 3,4 Prozent) sowie Chirurgie (minus 2,2 Prozent) abgebaut; kräftig aufgestockt wurden die Plätze in der Neurologie (plus 33 Prozent).
Ursache dafür sei die Aufnahme von drei Krankenhäusern für neurologische Frührehabilitation in den Krankenhausplan des Landes, hieß es. Die Bettendichte lag in zwölf Fachgebieten unter dem Bundesdurchschnitt des Jahres 2006.
Nach dem neuen Krankenhausplan soll es künftig in Brandenburger Kliniken vor allem im Bereich Geburtshilfe und Kinderheilkunde weniger Betten geben. Gleichzeitig werden den Angaben zufolge neue Plätze für die Versorgung älterer Menschen geschaffen. Die Zahl der vollstationären Plätze sinke auf 14 916, die tagesklinischen sollen auf 944 anwachsen. Begründet wird der Abbau vor allem mit der demografischen Entwicklung.
Mit einem Anteil von 38 Prozent ist die Mehrheit der Krankenhäuser dem jetzt vorgelegten Bericht zufolge in öffentlicher Trägerschaft. Der Krankenhaussektor insgesamt ist mit etwa 21 400 Vollzeitstellen demnach einer der größten Arbeitgeber im Land. In den Krankenhausplan des Landes sind nach den Angaben 50 Krankenhausbetriebe mit 61 Standorten aufgenommen worden. (dpa/mb)