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| 02:40 Uhr

Pandas können in Berlin bald einziehen

Der Richtkranz schwebt am Dienstag über der Baustelle der neuen Panda-Anlage im Berliner Zoo.
Der Richtkranz schwebt am Dienstag über der Baustelle der neuen Panda-Anlage im Berliner Zoo. FOTO: dpa
Berlin. Der Hauptstadt-Zoo feiert Richtfest für eine mehr als 5000 Quadratmeter große Anlage. Im Sommer sollen die Tiere kommen. dpa/uf

Die roten Lampions als Anspielung auf China hängen schon: Nach fünf Jahren ohne Große Pandas entsteht in Berlin eine neue Anlage für ein Panda-Pärchen. Das Richtfest für das Neun-Millionen-Euro-Projekt hat der Berliner Zoo am Dienstag gefeiert. Den Angaben zufolge liegen die Arbeiten "exakt im Zeitplan". Die beiden Tiere sollen in diesem Sommer als Leihgabe Chinas auf der mehr als 5000 Quadratmeter großen Anlage einziehen.

Die Anlage werde ein "gutes neues Zuhause" für die Tiere werden, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Er betonte, es gehe um deren Schutz und Erhalt - und begrüßte die Leihgabe als Zeichen deutsch-chinesischer Freundschaft. Der chinesische Botschafter in Berlin, Shi Mingde, sagte, China habe hohe Anforderungen gestellt, da Pandas besondere Tiere seien. Man werde sich gemeinsam bemühen, das Pärchen rechtzeitig nach Berlin zu holen. Aktuell gibt es in keinem anderen deutschen Zoos Exemplare der gefährdeten Tiere.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Verhandlungen 2015 in Gang gebracht. Noch sind die Papiere allerdings nicht unterschrieben. Bislang gibt es keine offiziellen Angaben zu der Summe, die der Zoo im Gegenzug für die Leihgabe zugunsten chinesischer Panda-Projekte bezahlt. Auf dem ehemaligen Hirsch-Gelände des Zoos entstehen seit November für die Pandas unter anderem ein Stall-Gebäude, zwei getrennte Außenanlagen und ein Besucherpavillon. Auch im Gehege sollen sich die Pandas dank Bambus, Gestein und Wasserläufen wie in ihrer Heimat fühlen.

Im Berliner Zoo gibt es schon länger keine Großen Pandas mehr: Yan Yan ("Die Schöne") starb 2007, ihr Partner Bao Bao ("Schätzchen") im Jahr 2012. Versuche, die beiden zu Eltern zu machen, waren mehrfach gescheitert. "Man kann sich als Panda in Berlin wohlfühlen", sagte Müller in Anspielung auf den langjährigen Publikumsliebling Bao Bao.