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| 08:15 Uhr

Saison beginnt: Werden Preise sinken?
Brandenburger Obstbauern erwarten sehr gute Apfelernte

Frankfurt (Oder). Die Apfelbäume hängen in diesem Jahr voll. Ob die Ernte sich auch finanziell auszahlt, muss sich allerdings noch zeigen.

Die Brandenburger Apfelbäume hängen in diesem Jahr voller reifer Früchte. Die Obstbauern rechnen nach Angaben des Agrarministeriums mit einer sehr guten Ernte, nachdem es im Vorjahr wegen Frühjahrsfrösten zu großen Ausfällen kam. „Wir haben viele Früchte, es sind manchmal schon zu viele“, sagte Christian Dohrmann vom Obsthof Dohrmann in Frankfurt (Oder). Der Familienbetrieb eröffnet am Montag offiziell die Saison für das Obst.

Wegen der Menge an den Bäumen konnten sich nicht alle Früchte richtig entwickeln, sagte Dohrmann. Standard der Apfelgröße seien 70 bis 75 Zentimeter Durchmesser: in diesem Jahr seien es nur etwa 65 Zentimeter. „Für ein Kilogramm müssen damit mehr Äpfel gepflückt werden“, sagte er.

Er befürchte, dass angesichts des zu erwartenden großen Angebots die Preise gedrückt werden. Durch die Hitze hätten viele Früchte starke Sonnenbrände erlitten. „Braune Flecken und darunter zerstörtes Fruchtfleisch sind ein Qualitätsmangel“, sagte er.

Durchschnittlich werden in dem Betrieb 30 bis 40 Tonnen Äpfel pro Hektar geerntet. Im Vorjahr war es nur etwa die Hälfte. Auf dem 1992 gegründeten Familienbetrieb stehen auf der Hälfte der 25 Hektar großen Plantage Apfelbäume. Der Rest sind Süß- und Sauerkirschen sowie Pflaumen. Angepflanzt werden die Sorten Gala, Elstar, Champion, Red Prince oder Rubinette. Im Herbst solle auch noch die Sorte Boskoop dazu kommen, kündigte er an. Auf einem Hektar stehen etwa 3000 Bäume.

Die Brandenburger Obstbauern gehen davon aus, dass von den knapp 900 Hektar, auf denen Apfelbäume stehen, etwa 30100 Tonnen gepflückt werden. Das wäre nach dem guten Jahr 2016 der zweithöchste Ertrag seit 1991.

Die wichtigsten Anbaugebiete sind in den Landkreisen Märkisch-Oderland und Potsdam-Mittelmark sowie in Frankfurt (Oder).

(dpa/uf)