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Vernehmungen
NSU-Untersuchungsausschuss untersucht Razzia gegen Rechtsextremisten

Potsdam . Der Brandenburger Untersuchungsausschuss zum rechtsextremen NSU ist im ersten Jahr seiner Tätigkeit noch nicht beim eigentlichen Thema angekommen. Zunächst wollen die Abgeordneten nun die Vernehmungen zur «Nationalen Bewegung» abschließen.

Dazu soll erneut Oberstaatsanwältin Marianne Böhm vernommen werden, die 2001 interne Ermittlungen zu einer verratenen Razzia gegen die Rechtsextremisten geleitet hatte. Die Razzia im Februar 2001 war vorzeitig den Neonazis verraten worden und hatte daher keine Ergebnisse gebracht. Böhm sollte bereits am Montag vernommen werden. Die zuständigen Ministerien hatten die Akten aber noch nicht im erforderlichen Umfang freigegeben.

Die „Nationale Bewegung“ hatte in den Jahren 2000 und 2001 rassistische und antisemitische Anschläge und Propagandaaktionen verübt. Zu dem Komplex sollen am Freitag auch noch ein Rechtsextremismus-Experte, zwei Beamte des Bundeskriminalamts und der ehemalige Bundesanwalt Dieter Beese gehört werden.

(dpa)