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Nicht durchdacht

Kommentar. Dass Brandenburgs Schulessen besser werden soll, ist gut und richtig. Gesunde Ernährung ist im Zeitalter der Volkskrankheit Übergewicht für Schüler ein Muss. Benjamin Lassiwe

Doch wer über den Umweg eines Qualitätssiegels den Caterern vorschreiben will, dass sie auf Glutamat und Formfleisch verzichten und stattdessen MSC-Fischprodukte und Volkornpizzas servieren sollen, darf sich nicht wundern, wenn das Schulessen dadurch am Ende teurer wird.

Denn Qualität hat ihren Preis - und für die 2,23 Euro, die Eltern nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums heute pro Essen im Durchschnitt bezahlen, ist nun wirklich nicht sehr viel erwartbar.

Deswegen wirkt es nicht durchdacht, wenn das Potsdamer Ministerium ein Konzept veröffentlicht, ohne sich darüber im Klaren zu sein, ob und wie viel Eltern am Ende mehr bezahlen müssen. Von einem von den Linken geführten Ministerium in einem Land, in dem bei Weitem nicht alle Eltern Besserverdiener sind, darf man anderes erwarten.

Artikel zum Kommentar: Schulessen bald besser - aber teurer?