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| 11:30 Uhr

Brandenburg feiert in Neuzelle
Landesparty auf zwei Kilometern

Alles schick für das 15. Brandenburger Dorf- und Erntefes am Samstag: Birgit Kuchling vom Bauern-Museum in Neuzelle arbeitet an einer Erntekrone. Damit kehrt das Landesfest zu seinen Wurzeln zurück. Am 2. Oktober 2004 fand in Neuzelle das 1. Brandenburger Dorf- und Erntefest statt.
Alles schick für das 15. Brandenburger Dorf- und Erntefes am Samstag: Birgit Kuchling vom Bauern-Museum in Neuzelle arbeitet an einer Erntekrone. Damit kehrt das Landesfest zu seinen Wurzeln zurück. Am 2. Oktober 2004 fand in Neuzelle das 1. Brandenburger Dorf- und Erntefest statt. FOTO: ZB / Patrick Pleul
Neuzelle. Am Sonnabend findet das Brandenburger Dorf- und Erntefest in Neuzelle statt. An gut 100 Ständen und auf drei Bühnen wird ländliche und kulturelle Vieltfalt präsentiert. Von Janet Neiser

Es steht kurz vor der Tür, das Brandenburger Dorf- und Erntefest, das damit sozusagen heimkehrt. Denn wie schon das erste Fest dieser Art, findet auch das 15. in Neuzelle statt. Vorbereitet ist alles, sodass am Sonnabend ja nichts schiefgeht.

Zwei Kilometer lang ist die Festmeile von der Agrargenossenschaft Neuzelle über die Kruggasse bis zum Stiftsplatz der Klosteranlage. Zwei Kilometer, auf denen es gut 100 Stände gibt, an denen Brandenburg seine Produkte präsentiert. Handwerker sind vor Ort, Bäcker, Fleischer, Kunsthändler und viele mehr. Sogar einen Trödelmarkt wird es geben. Und natürlich erfährt der Besucher auch jede Menge über Neuzelle selbst und das Brandenburger Umland.

Wer nicht so gut zu Fuß ist, der kann sich von der Agrargenossenschaft Neuzelle mit einem Shuttle bis zum Busparkplatz bringen lassen. Drei Kleinbusse stehen laut Amtsdirektor Hans-Georg Köhler bereit. Auswärtige Besucher, die mit dem Auto nach Neuzelle kommen, finden zahlreiche Parkmöglichkeiten auf Feldern in der Nähe der Agrargenossenschaft. Drei Euro kostet ein Parkticket. Da die Freiwillige Feuerwehr die Stellflächen absichert, bekommt sie auch einen Teil der Einnahmen. Der Rest geht auf das Konto der Amtsverwaltung zur Refinanzierung des Festes.

Für Verwirrung hatte im Vorfeld eine Mitteilung in einem Anzeigenblatt gesorgt. Dort hieß es, dass jeder, der auf dem Feld parkt, auch einen Sack Kartoffeln erhält. Dies ist allerdings nicht der Fall. „Wir könnten erstens gar nicht sicherstellen, dass tatsächlich jeder Besucher einen Sack bekommt, denn wir erwarten wesentlich mehr als bei den jährlichen Erntefesten“, sagt Amtsdirektor Köhler. Und zweitens lasse es die Logistik nicht zu. Kartoffeln aus Neuzelle könne man auf dem Festgebiet sicherlich kaufen, aber nicht am Parkplatz.

Neben den zahlreichen Ständen werden auf dem Festgebiet auch drei Bühnen aufgebaut. Dort kommen viele regionale Künstler zum Zug. Schlager wird da ebenso geboten wie Rock. Gabriele Werner von der Besucherinformation in Neuzelle verspricht einen guten Mix. Los geht es auf der Hauptbühne auf dem Stiftsplatz übrigens mit Blasmusik und einer Begrüßung durch den Ministerpräsidenten des Landes. Und was im offiziellen Programm auf den Flyern gar nicht auftaucht, dem Neuzeller Bürgermeister Dietmar Baesler aber am Herzen liegt, ist der Schlussakt: Um 20 Uhr, nachdem das Programm auf sämtlichen Bühnen beendet ist, gibt es ein gemütliches Beisammensein im Zelt der Agrargenossenschaft, zu dem der Ortsbeirat einlädt. Dort geht es auch um die Partnerschaft mit Langenberg. Für Musik ist gesorgt. Wer etwas Stille in all dem Trubel braucht, der kann tagsüber auch die zwei Kirchen und die Museen besuchen.

„Wir, die Bürgermeister unserer Gemeinden und ich freuen uns, dass wir im Jubiläumsjahr des Klosters Neuzelle Ausrichter des 15. Brandenburger Dorf- und Erntefestes sind“, betont Amtsdirektor Hans-Georg Köhler. Es handele sich um eine gemeinsame Veranstaltung von Land, pro agro, Landesbauernverband, Brandenburger Landfrauen und den drei Gemeinden des Amtes Neuzelle – Lawitz, Neißemünde und Neuzelle.

Im Neuzelle selbst wird es am 8. September zu zahlreichen Sperrungen kommen. Von 8 bis 20 Uhr können folgende Straßen nicht oder nur mit Zufahrtsgenehmigung befahren werden: Langenberger Straße, Neuer Weg, Kruggasse, Hohlweg, Kirchstraße, Gartenstraße, Frankfurter Straße, Bahnhofstraße ab Kreuzung Waldstraße, Eichengrund, Am Sportplatz, Kiefernweg, Blumenweg, Birkenweg, Bergstraße, Hochstraße, Priorsberg Brauhausplatz, Kanzleistraße und Stiftsplatz. „Die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge ist natürlich jederzeit gewährleistet“, sichert die Verwaltung zu.