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| 01:28 Uhr

Neunter Nachrücker im Landtag – Dellmann gibt sein Mandat zurück

Cottbus/Potsdam. Ex-Verkehrsminister Reinhold Dellmann ist nun schon der neunte Abgeordnete des Brandenburger Landtages, der nach der Wahl im Herbst 2009 das Parlament verlässt. Er wird Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg.

Landtagssprecherin Katrin Rautenberg bestätigt die Rückgabe des Mandats.

Der SPD-Politiker, der am 31. August letztmals im Parlament zum Vergabegesetz spricht, hat nie ein Hehl aus seiner Ablehnung von Rot-Rot gemacht. Im neuen Kabinett fand der charismatische Barnimer damit keine Berücksichtigung mehr. Für ihn rückt Wolfgang Pohl, Ex-Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), in den Landtag.

Während Dellmann als 13. der SPD-Landesliste 2009 gerade noch in die Fraktion rutschte, schien ein neuerliches Landtagsmandat für Pohl als 29. der Liste beinahe aussichtslos. Doch nach den Abgängen von Tina Fischer (Europabeauftragte), Martin Gorholt (Staatssekretär), Klaus Bochow (verstorben) und Rainer Speer (als Minister und Abgeordneter zurückgetreten) stiegen Pohls Chancen. Zunächst zogen aber drei Lausitzerinnen ins Parlament ein: Barbara Hackenschmidt (Elbe-Elster), Kerstin Kircheis (Cottbus) und Gabriele Theiss (Oberspreewald-Lausitz). Hinzu kommt Ina Muhß (Prignitz).

Kurios an Pohls Wiederkehr nach 2004: Auch damals rückte er an die Stelle von Dellmann, der als Minister sein Mandat zurückgab.

Wechselnde Mandate gab es zudem bei der CDU, wo Johanna Wanka (Ministerin in Niedersachsen) und Christian Ehler (Europa) ebenso ersetzt werden mussten wie Renate Adolph (Stasiverstrickungen) bei den Linken. Der neue FDP-Landeschef Gregor Beyer kam übrigens nur ins Parlament, weil der gewählte Torsten Bathmann sein Mandat nicht annahm. Ch. Taubert