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| 12:05 Uhr

Geldautomatenbande schlägt erneut zu
Neunte Sprengattacke in drei Wochen

Wie lange geht die neue Sprengserie so weiter?
Wie lange geht die neue Sprengserie so weiter? FOTO: dpa / Tobias Kleinschmidt
Potsdam/Kyritz. Und wieder haben die Geldautomatensprenger zugeschlagen, diesmal im Norden von Brandenburg. Es ist der neunte Angriff seit dem 19. Juni – und der vorläufige Höhepunkt einer neuen Sprengserie. Von Bodo Baumert

Ein Knall, hektische Anrufe bei der Polizei, zwei maskierte Flüchtende, ein zerstörter Geldautomat ein Bild der Verwüstung – in der Nacht zum Sonntag hat sich in Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) das ereignet, was die Polizei seit drei Wochen permanent zu sehen bekommt. Die Geldautomatensprenger haben wieder zugeschlagen.

Anwohner hätten wegen lauter Knallgeräusche die Polizei alarmiert, berichtet Polizeisprecher Stefan Rannefeld am Sonntagmorgen. Anschließend seien zwei schwarz gekleidete und mit schwarzen Masken vermummte Täter auf einem blauen Roller in Richtung des Bahnhofs geflohen. Eine sofort eingeleitete Großfahndung mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers blieb zunächst ohne Erfolg.

Die Bankfiliale befindet sich im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses. Die Statik des Hauses sei durch die Detonation nicht gefährdet, sagte der Sprecher. Die Bewohner mussten das Haus daher nicht verlassen. Allerdings entstand in der Bankfiliale hoher Sachschaden. Ob die Täter Geld erbeuten konnten, war zunächst unklar.

Es ist der neunte Vorfall dieser Art binnen weniger Tage. Sechs mal haben die Täter in Berlin zugeschlagen, dreimal im Umland, unter anderem auch in Königs Wusterhausen.

Brandenburger und Berliner Ermittler arbeiten fieberhaft an einer Aufklärung der Taten. Beim Brandenburger LKA arbeitet die Ermittlungsgruppe „Geld“ seit Monaten erfolgreich. Im Frühjahr konnten zwei Banden aus Polen hochgenommen werden. Wer steckt diesmal hinter den Taten?