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| 01:14 Uhr

Neuer Vorwurf der unterlassenen Hilfe

Potsdam.. Das Brandenburgische Justizministerium prüft neue Vorwürfe gegen Mitarbeiter des Gefängnisses in Brandenburg/Havel. Einem Medienbericht von gestern zufolge kam es bereits 2002 zu einem Fall von unterlassener Hilfeleistung.

Einem älteren Insassen sei nach einem Herzinfarkt erst mit Verspätung Hilfe geleistet worden. "Allen Vorwürfen gehen wir ernsthaft nach", sagte Ministeriumssprecherin Dorothee Stacke. Die JVA steht wegen Misshandlungsvorwürfen in der Kritik.
Nach Einschätzung des Rechtsausschusses des Landtages gab es in Gefängnissen des Landes keine Misshandlungen von Häftlingen (die RUNDSCHAU berichtete). Bestätigt hat sich laut Ministerium bisher nur, dass Bedienstete im Januar einem Häftling nach einem Herzinfarkt medizinische Hilfe verweigerten. Mit den Misshandlungsvorwürfen im Gefängnis Brandenburg/Havel wird sich heute auch der Landtag befassen. In einer dringlichen Anfrage will die PDS-Fraktion von Justizministerin Barbara Richstein (CDU) erfahren, warum diese die Informationen über die vermutlichen Übergriffe nicht unverzüglich an Landesregierung und Landtag weitergegeben habe, heißt es in der schriftlichen Anfrage. (dpa/gb)