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| 02:38 Uhr

Neuer Streit um Hauptstadtflughafen

Kaum herrscht kurz Ruhe, bricht am BER ein neuer Streit aus.
Kaum herrscht kurz Ruhe, bricht am BER ein neuer Streit aus. FOTO: dpa
Berlin/Schönefeld. Um den Bau des neuen Regierungsterminals am neuen Hauptstadtflughafen BER ist offener Streit zwischen der Flughafengesellschaft und ihrem Miteigentümer, dem Bund, entbrannt. Das Verkehrsministerium verlangte am Mittwoch eine Sondersitzung des Aufsichtsrats. dpa/uf

Eine Sprecherin warf der Betreibergesellschaft vor, das Kontrollgremium nicht in jüngste Schritte einbezogen zu haben. In dem Streit geht es um den genauen Standort des künftigen Regierungsterminals auf dem Gelände.

Flughafenchef Karsten Mühlenfeld hatte beim Bund ins Gespräch gebracht, das Regierungsterminal dauerhaft am Rand des Schönefelder Areals auf der Fläche Ramp 1 unterzubringen. Vereinbart ist aber, dass der Protokollbereich der Regierung vor dem heutigen Terminal D gebaut wird. Beide Standorte liegen in Sichtweite des BER auf demselben Gelände.

"Der Bund hält an seinem planfestgestellten Regierungsflughafen fest", beharrte eine Sprecherin des Bundesbauministeriums auf dem vorgesehenen Standort. Die Flughafengesellschaft gehört zu 26 Prozent dem Bund. Berlin und Brandenburg halten je 37 Prozent.

Zwar hatte der Bund sich im vergangenen Jahr bereit erklärt, Staatsgäste vorübergehend in einem Interimsbau auf der Ramp 1 zu empfangen, damit wegen der steigenden Passagierzahlen auch nach dem Start des neuen Hauptstadtflughafens für eine Weile noch Fluggäste in den alten Schönefelder Terminals abgefertigt werden können. Spätestens nach fünf Jahren sollte der Protokollbereich ins eigentliche Regierungsterminal umziehen.