• In Brandenburg tritt ab 15. Dezember eine neue Corona-Verordnung in Kraft
  • Die VO wird für die Weihnachtsfeiertage und über Silvester gelten
  • Beschlossen wurden die Maßnahmen am Dienstag, 14. Dezember
  • Der Landtag hat dafür zuvor die epidemische Notlage im Land festgestellt
  • Welche neuen Corona-Maßnahmen greifen in Brandenburg ab dem 15. Dezember?
Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen und einer steigenden Belegung der Krankenhäuser mit Covid-Patienten treten am Mittwoch in Brandenburg neue Corona-Beschränkungen in Kraft. Dann sind unter anderem Großveranstaltungen wie Konzerte oder Bundesligaspiele ebenso wie Demonstrationen auf maximal 1000 Zuschauer oder Teilnehmer begrenzt. Clubs und Diskotheken werden im ganzen Land geschlossen.
Die geänderte Corona-Verordnung tritt bereits am heutigen Mittwoch (15. Dezember) in Kraft und gilt zunächst bis zum Ablauf des 11. Januar 2022.

Corona-Regeln Weihnachten 2021: Was wird beschlossen?

Clubs und Diskotheken in Brandenburg werden ab Mittwoch, 15.12.2021, unabhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen geschlossen. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in Potsdam. Bars müssen nicht zumachen, wenn dort nicht getanzt wird. Für private Treffen gilt eine Obergrenze von 50 Menschen drinnen und 200 Menschen draußen – jeweils nur geimpft oder genesen, unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz.
Großveranstaltungen wie Bundesliga-Spiele oder Konzerte mit mehr als 1000 Besuchern sind künftig verboten.
Die 2G-Regel mit Zutritt für Geimpfte und Genesene im Einzelhandel, in Gaststätten, Theatern und Kinos gilt weiter, wird allerdings um eine Maskenpflicht erweitert. Maske muss auch in Bahnhöfen und Flughäfen getragen werden. Von 2G sind Kinder unter 14 Jahren künftig ausgenommen, bisher waren es Kinder unter 12 Jahren.
Für Versammlungen gilt ab Mittwoch im Freien eine Obergrenze von 1000 Teilnehmern bei Maskenpflicht und Mindestabstand; drinnen darf die jeweilige Kapazitätsgrenze nur bei Einhaltung des Mindestabstands ausgeschöpft werden. Für Verstöße gegen Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht bei Demonstrationen drohen Bußgelder bis zu 500 Euro. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte in Hotspot-Regionen wird verlängert.

Böllerverbot zu Silvester

An Silvester und am Neujahrstag sollen Ansammlungen von Personen und die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen auf publikumsträchtigen Wegen, Straßen und Plätzen verboten werden. Details regeln die Landkreise und kreisfreien Städte per Allgemeinverfügungen. Für das Verkaufsverbot von Pyrotechnik vor Silvester ist eine entsprechende Regelung des Bundes vorgesehen.

2G-Regel an Hochschulen

Hochschulen können die 2G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte und Genesene) einführen. Wenn sie sich dafür entscheiden, müssen sie für Studierende, die aufgrund der Zutrittsbeschränkung nicht an Lehr- und Lernveranstaltungen in Präsenz teilnehmen dürfen, geeignete Ersatzangebote bereitstellen.

Was gilt für Gottesdienste zu Weihnachten?

Für religiöse Veranstaltungen ändert sich in der Corona-Verordnung nichts. Aufgrund von Nachfragen, was für Weihnachtsgottesdienste in diesem Jahr gilt, diese Hinweise:
Für religiöse Veranstaltungen außerhalb und innerhalb von Kirchen, Moscheen, Synagogen und sakralen Räumlichkeiten anderer Glaubensgemeinschaften gilt auf der Grundlage eines individuellen Hygienekonzepts: Steuerung und Beschränkung des Zutritts und des Aufenthalts aller Teilnehmenden, Erfassung der Personendaten in einem Kontaktnachweis, Einhaltung des Abstandsgebots (der Abstand zwischen festen Sitzplätzen kann auf bis zu einem Meter verringert werden; auf die Einhaltung des Abstandsgebots kann verzichtet werden, wenn alle durchgehend eine FFP2-Maske tragen). In geschlossenen Räumen gilt außerdem: beim Gemeindegesang Einhaltung eines Abstands von mindestens zwei Metern, Maskenpflicht (gilt nicht für Teilnehmende, die sich auf einem festen Sitzplatz aufhalten, sofern zwischen den Sitzplätzen ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten wird), regelmäßiges Lüften.

Potsdam

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) appellierte an die Verantwortung aller Bürger, den Menschen auf den Intensivstationen beizustehen, die um ihr Leben kämpfende Patienten helfen. „Ich persönlich fürchte, dass diese Herausforderungen in den kommenden Tagen und Wochen noch deutlich größer werden.“ Die Lage in den Krankenhäusern wird jeden Tag angespannter. Der Anteil der Covid-19-Patientinnen und -Patienten an den Intensivbetten im Land stieg auf 28,3 Prozent.

Lockdown für Ungeimpfte: Was gilt bisher in Brandenburg?

In Brandenburg gilt schon jetzt ein Lockdown für Ungeimpfte durch die 2G-Regel – und zwar in folgenden Bereichen:
  • Gastronomie
  • Beherbergungsbetrieben
  • Einzelhandel (außer für Lebensmittelgeschäfte und Getränkemärkte, Drogerien, Apotheken, Tierbedarfshandel, Baufachmärkte, Floristikgeschäfte, Buchhandel, Zeitungs- und Zeitschriftenhandel, Poststellen, Tankstellen Banken und Sparkassen, öffentliche Bibliotheken)
  • Veranstaltungen
  • bei körpernahen Dienstleistungen, etwa Friseure
  • Kultur- und Freizeitstätten, auch in Spaß- und Freizeitbäder
  • Diskotheken und Clubs
  • Sportanlagen
  • Zoos
  • Botanische Gärten
Landkreise, in denen die 7-Tage-Inzidenz drei Tage lang über 750 liegt, und wo landesweit die Intensivbettenbelastung über zehn Prozent liegt, gelten als Hotspots. Dort gelten nächtliche Ausgangsbeschränkungen für nicht Geimpfte von 22 Uhr bis 6 Uhr.