• In Brandenburg gilt bereits eine strenge Eindämmungsverordnung.
  • Mit den Beschlüssen der MPK-Konferenz verschärft Brandenburg die Kontaktbeschränkungen.
  • Die Verordnung in Brandenburg ist am Mittwoch (22.12.) aktualisiert worden.
  • Die neuen Regeln sollen nach Weihnachten – genau ab dem 27. Dezember gelten.
Die brandenburgische Landesregierung hat am Mittwoch die Beschlüsse der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten (MPK) für das Land in der entsprechenden Verordnung angepasst. Zu den geltenden Regeln müssen sich die Menschen in Brandenburg auf eine wichtige Änderung einstellen:

„Lockdown light“ mit Kontaktbeschränkungen für Geimpfte

Private Zusammenkünfte – egal ob im Freien oder in Räumen – sind ab dem 27. Dezember nur noch bis maximal zehn Personen erlaubt. Diese Kontaktbeschränkung gilt dann auch für Geimpfte und Genesene. Das teilte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nach der MPK mit. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres sind davon ausgenommen.
Die neue Beschränkung gilt zunächst bis zum 19. Januar, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit.

Corona-Regeln in Brandenburg: Woidke fordert Notfallpläne

Der Regierungschef verwies auf die Ausbreitung der Omikron-Variante in Großbritannien und erklärte: „Es besteht die Gefahr, dass demnächst viele Beschäftigte krankheitsbedingt oder aufgrund von Quarantäne-Auflagen nicht im Dienst sein können.“ Das könne vor allem für die so genannte kritische Infrastruktur hochproblematisch werden. Deshalb müssten dort Notfallpläne aktiviert werden.
Zur Vorbereitung auf eine Verschärfung der Corona-Lage wegen der Omikron-Virusvariante setzt Brandenburg einen Krisenstab ein. „Wir schaffen jetzt die Strukturen, die notwendig werden würden, wenn die Pandemie sich drastisch verschlimmern sollte“, sagte Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Mittwoch. Der Krisenstab soll am Donnerstag (23.12.) seine Arbeit aufnehmen.

Weitere Beschlüsse der MPK für Brandenburg und ganz Deutschland:

  • Sobald auch nur eine nicht geimpfte oder eine nicht genesene Person an privaten Treffen teilnimmt, gilt: Zusammenkünfte sind auf den eigenen Haushalt oder den eigenen Haushalt zuzüglich zwei Personen aus einem anderen Haushalt beschränkt. Auch hier sind Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres ausgenommen.
  • Die Schließung von Diskotheken und Clubs und das Ansammlungs- und Feuerwerksverbot an Silvester und Neujahr an bestimmten Plätzen gelten bereits in Brandenburg.
Woidke rief die Brandenburgerinnen und Brandenburger auf, während der Feiertag auf sich selbst und andere zu achten. Freiwillige Schnelltests vor Familientreffen könnten helfen, das Risiko einer Ansteckung deutlich zu mindern.“

Alle anderen Regeln der Corona-Verordnung vom 15.12. gelten weiter

  • So gilt die 2G-Regel mit Zutritt für Geimpfte und Genesene im Einzelhandel, in Gaststätten, Theatern und Kinos weiter. Dort gilt auch die Maskenpflicht.
  • Versammlungen bleiben erlaubt. Es gilt im Freien eine Obergrenze von 1000 Teilnehmern bei Maskenpflicht und Mindestabstand; drinnen darf die jeweilige Kapazitätsgrenze nur bei Einhaltung des Mindestabstands ausgeschöpft werden.

Welche Kontaktbeschränkungen gelten an Weihnachten?

Bis einschließlich Sonntag, 26. Dezember 2021 gilt für private Treffen:
  • Treffen, an denen ausschließlich geimpfte und genesene Personen teilnehmen, sind unter freiem Himmel mit bis zu 200 und in geschlossenen Räumen mit bis zu 50 gleichzeitig Anwesenden zulässig.
  • Zusammenkünfte, an denen nicht ausschließlich geimpfte und genesene Personen teilnehmen, sind nur mit den Angehörigen des eigenen Haushalts oder mit den Angehörigen des eigenen und höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts zulässig.

Was gilt für Gottesdienste?

Für religiöse Veranstaltungen hat sich in der Corona-Verordnung nichts geändert.
  • Für religiöse Veranstaltungen außerhalb und innerhalb von Kirchen, Moscheen, Synagogen und sakralen Räumlichkeiten anderer Glaubensgemeinschaften gilt auf der Grundlage eines individuellen Hygienekonzepts: Steuerung und Beschränkung des Zutritts und des Aufenthalts aller Teilnehmenden, Erfassung der Personendaten in einem Kontaktnachweis, Einhaltung des Abstandsgebots (der Abstand zwischen festen Sitzplätzen kann auf bis zu einen Meter verringert werden; auf die Einhaltung des Abstandsgebots kann verzichtet werden, wenn alle durchgehend eine FFP2-Maske tragen).
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