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Nationalfeiertag 17. Juni gefordert

Rote Rosen für die Opfer des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953. Foto: Paul Zinken
Rote Rosen für die Opfer des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953. Foto: Paul Zinken
Berlin. An den DDR-Volksaufstand vom 17. Juni 1953 sollte nach Ansicht des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen wieder als Nationalfeiertag erinnert werden. dpa/pb

Das würde auch aktuell ein Zeichen setzen, sagte Roland Jahn. Menschen in arabischen Ländern, in Russland oder Venezuela protestierten heute gegen autoritäre Herrschaft und Unterdrückung von Menschenrechten. Die damaligen Forderungen nach Freiheit und Menschenrechten und deren Durchsetzung in der Friedlichen Revolution 1989 seien ein Signal in die Welt, betonte Jahn.

Bis zur deutschen Wiedervereinigung war der 17. Juni seit 1954 in der alten Bundesrepublik gesetzlicher Feiertag.

Vor 64 Jahren gingen in der DDR in rund 700 Orten rund eine Million Menschen auf die Straße. Der Protest wurde mit Panzern der sowjetischen Besatzungsmacht niedergeschlagen. Danach wurden viele Aufständische verurteilt. Der Aufstand habe sowohl die Staatssicherheit als auch die SED-Führung völlig überraschend getroffen, so die Stasi-Unterlagen-Behörde.