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| 01:35 Uhr

Nachholbedarf bei DDR-Vergangenheit

Stasi-Beauftragter Roland Jahn. Foto: dapd
Stasi-Beauftragter Roland Jahn. Foto: dapd FOTO: dapd
Frankfurt (Oder). Brandenburg hat nach den Worten des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, bei der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit noch einiges nachzuholen. Das Land habe eine „gewisse Zeit verschlafen“, sagte Jahn am Donnerstag im Zusammenhang mit den in jüngster Zeit bekannt gewordenen Stasi-Fällen etwa bei Polizei und Justiz. dpa/jpr

Jahn besuchte die einzige Brandenburger Außenstelle der Behörde in Frankfurt (Oder). Lange gab es in dem Bundesland keinen Beauftragten für die Stasi-Unterlagen. Erst seit gut einem Jahr besetzt die DDR-Bürgerrechtlerin Ulrike Poppe dieses Amt. Auch bundesweit sieht Jahn die Stasi-Aufarbeitung noch nicht abgeschlossen. Mit Blick auf die Zukunft seiner Behörde sagte er: "Wir sind solange tätig, wie wir gebraucht werden in der Gesellschaft." Im Zusammenhang mit der Debatte über ehemalige Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit in der Stasi-Unterlagen-Behörde steht nach wie vor ein arbeitsrechtliches Gutachten aus. Es soll eine Lösung gesucht werden, wie mit den knapp 50 Mitarbeitern weiter verfahren werden kann. Jahn möchte sie in andere Bundesbehörden versetzen. Für diese Pläne hatte er zum Teil scharfe Kritik einstecken müssen.