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| 19:51 Uhr

Nach Umbau
Besteht BER-Rauchabzug diesmal die Prüfung durchs Bauamt?

 An den Problemen der Entrauchung scheiterte die Eröffnung des BER.
An den Problemen der Entrauchung scheiterte die Eröffnung des BER. FOTO: LR / Jan Siegel
Schönefeld. Zerlegung eines „technischen Monsters“. Der Umbau der Entrauchungsanlage des BER ist abgeschlossen. Besteht sie diesmal die Prüfung? Von Jan Siegel

Die Erbauer des Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld (Dahme-Spreewald) erwartet ein heißer Sommer: Vor ihnen liegt die Wirk-Prinzip-Prüfung (WPP). Dabei wird das ordnungsgemäße Zusammenspiel aller wichtigen Anlagen des Flughafenkomplexes getestet. Diese Tests sind ausschlaggebend für die folgende Abnahme des BER durch die Baubehörde des Landkreises. Die war in den vergangenen Jahren immer wieder an technischen Problemen gescheitert.

Als eine entscheidende technische Hürde hatte sich seit der Nicht­eröffnung des Flughafenkomplexes vor sieben Jahren die Rauchabzugsanlage für den Brandfall erwiesen. Sie war in den ursprünglichen Planungen so komplex ausgelegt worden, dass sie am Ende technisch unbeherrschbar wurde. Die Techniker hatten der hyperkomplexen Entrauchungsanlage daher den Spitznamen „Das Monster“ gegeben.

Ein technisches „Monster“ sind die kilometerlangen Anlagen allemal. Dazu gehören neben riesigen Ventilatoren zum Absaugen der Rauchgase auch monströse Leitungssysteme und begehbare Tunnel und vor allem eine technisch offensichtlich nicht beherrschbare digitale Steuerungseinrichtung. Ursprünglich sollte der gesamte Flughafenkomplex mit dem Hauptterminal und den zwei Seitenflügeln zentral entraucht werden. Dieses ehrgeizige Vorhaben ist unter belustigter Beobachtung der Weltöffentlichkeit krachend gescheitert.

 Riesige Ventilatoren waren das Herzstück des unbeherrschbaren „Monsters“ am BER.
Riesige Ventilatoren waren das Herzstück des unbeherrschbaren „Monsters“ am BER. FOTO: LR / Jan Siegel

In den vergangen Jahren haben die Techniker das „Monster“ in technisch funktionierende Einzelanlagen zerlegt. Die Anlagen haben jetzt die Prüfung durch Sachverständige des Tüv bestanden. Das ist die entscheidende Voraussetzung für die folgende WPP-Prüfung.

Unabhängig davon geht laut Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup die Beseitigung weiterer Mängel beispielsweise bei der Verkabelung der Terminals weiter. Lütke Daldrup hält an seinem Ziel der Eröffnung des BER Ende 2020 fest.

 Engelbert Lütke Daldrup bleibt dabei: Im kommenden Jahr eröffnet der BER.
Engelbert Lütke Daldrup bleibt dabei: Im kommenden Jahr eröffnet der BER. FOTO: dpa / Annette Riedl