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| 03:03 Uhr

Nach Sandy droht US-Ostküste Kältewelle – Notstand in Haiti

Lebensmittel, aber auch Holz und Baumaterial sind knapp in Haiti. Die Regierung hat nach Sandy den Notstand ausgerufen. Foto: dpa
Lebensmittel, aber auch Holz und Baumaterial sind knapp in Haiti. Die Regierung hat nach Sandy den Notstand ausgerufen. Foto: dpa FOTO: dpa
New York/Port-au-Prince. Auch Tage nach dem verheerenden Wirbelsturm Sandy ist für die Menschen in den betroffenen Regionen kein Ende des Leids in Sicht. Während an der US-Ostküste weiter Millionen ohne Strom und Treibstoff auskommen müssen und nun auch noch eine Kältewelle droht, rief die Regierung Haitis am Samstag den Notstand aus. dpa/sm

Die Regenfälle des Wirbelsturmes hatten in weiten Teilen des Karibikstaats die Ernten zerstört. Nun werden in dem noch immer unter der Erdbebenkatastrophe von 2010 leidenden Land die Lebensmittel knapp. Außerdem nimmt die Zahl der Cholera-Fälle nach Angaben von Hilfsorganisationen wieder zu.

Die Zahl der Toten nach dem Wirbelsturm stieg derweil nach Angaben des Nachrichtensenders CNN allein in den USA auf 106. Hinzu kommen zwei Todesopfer in Kanada und 67 weitere in der Karibik, die meisten davon in Haiti.

In Haiti richtete Sandy nach vorläufigen Schätzungen des nationalen Koordinationsbüros für Lebensmittelsicherheit einen Schaden von mehr als 104 Millionen Dollar an, wie die Zeitung "Le Nouvelliste" online berichtete. Der Notstand erlaube es der Regierung, Maßnahmen zu ergreifen, um den Menschen zu helfen und dem drohenden Hunger zu begegnen, sagte Kommunikationsministers Ady Jean Gardy. In Haiti hatte im Januar 2010 ein schweres Erdbeben die Hauptstadtregion und weite Teile des Südens zerstört. Mehr als 220 000 Menschen starben. Trotz umfassender internationaler Hilfe leidet das Land noch immer unter den Folgen der Katastrophe.