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| 02:45 Uhr

Nach Absage Benders für BER tiefe Gräben und Schuldzuweisungen

Schönefeld. Der frühere Chef des Frankfurter Flughafens, Wilhelm Bender, hat Berlin indirekt die Schuld für seine Absage als Chefberater am Hauptstadtflughafen gegeben. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hätten sich korrekt verhalten, sagte Bender der "Bild"-Zeitung. dpa/jam

Nicht funktioniert habe dagegen die Zusammenarbeit mit dem dritten Gesellschafter Berlin.

Bender war als Hoffnungsträger für den Hauptstadtflughafen gehandelt worden, hatte den Job als Berater von Technikchef Horst Amann am Montag aber abgesagt. Zuvor war durchgesickert, dass er einen Tagessatz von rund 4000 Euro inklusive Spesen und Reisekosten ausgehandelt hatte, was Streit zur Folge hatte.

Diese andauernde Auseinandersetzung zwischen Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und seinem Parteifreund Platzeck lähme das gesamte Projekt, kritisierte nun Grünen-Fraktionschefin Ramona Pop. Grünen-Bundeschef Cem Özdemir forderte in der "Welt" die Neubesetzung des Flughafen-Aufsichtsrats - dessen Vorsitzender Platzeck habe Benders Absage zu verantworten. Experten für einen Neuanfang müssten her.

In Brandenburg soll Wilhelm Bender nach dem Willen der FDP-Fraktion im Flughafen-Sonderausschuss des Landtags gehört werden. Nach seiner Absage stelle sich die Frage, "ob das Flughafen-Projekt überhaupt noch erfolgreich werden kann", sagte der FDP-Landesvorsitzende Gregor Beyer.