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| 02:38 Uhr

Mutmaßlicher Mörder von Elias und Mohamed bereitete Taten vor

Potsdam. Der mutmaßliche Entführer und Mörder der kleinen Jungen Elias (6) und Mohamed (4) soll nach Berichten der Zeitungen "Bild" und "B.Z. dpa/uf

" vor den Verbrechen an Puppen Kindesmissbrauch geübt haben. Ermittler hätten bei dem angeklagten Silvio S. ferner einen Zettel mit der handschriftlichen Notiz "richtige Kinder fesseln und knebeln" gefunden, berichteten die Blätter. Der 32-Jährige soll in seinem Wagen eine Tasche deponiert haben - mit Gummibärchentüten, Plüschtieren, Handfesseln, Mundknebel, schwarzer Gesichtsmaske und Chloroform. Eine Sprecherin des Potsdamer Landgerichts wollte sich zu den Berichten nicht äußern: "Wir geben in diesem frühen Stadium keine Auskünfte zu dem angeklagten Tatgeschehen."

Die Staatsanwaltschaft hatte kürzlich beim Landgericht Potsdam Anklage wegen Mordes erhoben. Der 32-Jährige soll die Jungen getötet haben, um vorherige Straftaten zu verdecken. Zudem ist er wegen schweren sexuellen Missbrauchs, gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung angeklagt. Ein Prozesstermin ist noch nicht bekannt.

Silvio S. war Ende Oktober gefasst worden, nachdem seine Mutter auf Fahndungsbildern ihren Sohn erkannt und die Polizei gerufen hatte. Er gestand, den vierjährigen Flüchtlingsjungen Mohamed aus Berlin entführt und getötet zu haben. Er habe ihn missbraucht und später mit einem Gürtel erdrosselt. Die Leiche des Kindes wurde in einer Wanne im Auto des Mannes gefunden. Später gab er auch den Mord an Elias (6) aus Potsdam zu, ohne Einzelheiten zu nennen.