In einem Fall von mutmaßlichem Kannibalismus in Berlin beginnt am Dienstag, 10. August, um 9.30 Uhr am Landgericht der Hauptstadt der Prozess gegen einen 41-jährigen Lehrer.
Er soll im September 2020 einen 43 Jahre alten Mann umgebracht haben, um durch die Tötung sexuelle Befriedigung zu erlangen und Teile der Leiche zu verspeisen. Der Deutsche habe das Opfer laut Ermittlungen nur wenige Stunden zuvor über ein Dating-Portal kennengelernt.
Die Staatsanwaltschaft geht von einer „sadistisch-kannibalistisch geprägten sexuellen Tatmotivation“ aus. Es hätten sich keine Hinweise dafür ergeben, dass das Opfer in seine Tötung „eingewilligt“ habe. Die Leiche soll der Lehrer anschließend noch in seiner Wohnung in Berlin-Pankow zerteilt und Leichenteile an verschiedenen Orten in der Stadt abgelegt haben.

Opfer galt wochenlang als vermisst

Das Opfer, ein Monteur, galt wochenlang als vermisst. Das Verbrechen kam ans Licht, nachdem Knochenteile an einem Waldstück in Berlin-Buch entdeckt worden waren.
Ermittlungen, bei denen Personen- und Leichenspürhunde eingesetzt wurden, führten später zu dem 41-Jährigen. Er befindet sich seit Mitte November in Haft.