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Missbrauch des eigenen Sohnes: Mutter gesteht

Die Angeklagte Nadine B. (l) sitzt am 28.03.2017 in Berlin im Kriminalgericht Moabit neben ihrer Anwältin Manuela Liane Groll. Der 35-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, ihren Sohn sexuell missbraucht zu haben.
Die Angeklagte Nadine B. (l) sitzt am 28.03.2017 in Berlin im Kriminalgericht Moabit neben ihrer Anwältin Manuela Liane Groll. Der 35-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, ihren Sohn sexuell missbraucht zu haben. FOTO: Britta Pedersen (dpa-Zentralbild)
Berlin. Eine Mutter hat sexuelle Übergriffe auf ihren kleinen Sohn vor dem Berliner Landgericht gestanden. Zu den Taten sei es jeweils auf Geheiß und auf Drängen des 38-jährigen Mitangeklagten gekommen, erklärte die 35-Jährige zu Prozessbeginn am Dienstag. dpa

Der Junge war laut Ermittlungen vier bis fünf Jahre alt, als sich die Mutter in ihrer Wohnung im Stadtteil Hellersdorf an ihm verging. Der Frau werden vier Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs zur Last gelegt.

Die Verteidigerin der Angeklagten sagte, ihre Mandantin habe sich ihrem damaligen Partner „bis zur Selbstaufgabe untergeordnet“ und sei „gegen seine Übermacht“ wehrlos gewesen. Zudem habe die Frau häufig Alkohol konsumiert. Im Nachhinein seien es für die Mutter „nicht nachvollziehbare Taten, die sie nicht wollte“. Der Mitangeklagte habe die 35-Jährige auch zur Prostitution gezwungen.

Der 38-Jährige gab zu, dass er die Mutter zum „Sex mit dem Jungen animiert hatte“. Die Frau habe aber keinerlei Bedenken geäußert. Es sei auch auf Initiative der 35-Jährigen zu sexuellen Handlungen an dem Kind gekommen. Der Mann muss sich zudem wegen des Besitzes von Kinderpornografie verantworten. Der Prozess wird am 3. April fortgesetzt.