ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:09 Uhr

Ministerin will Rauchverbot an Schulen

Potsdam.. Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler (SPD) will ein Rauchverbot an Brandenburgs Schulen bereits zum Beginn des kommenden Schuljahres durchsetzen. Es müsse alles dafür getan werden, Jugendliche vom Rauchen abzuhalten oder wieder abzubringen, sagte die Ministerin gestern in Potsdam.

Das sollte auch gesetzlich verankert werden.
Dies bis zum Schuljahr 2005/2006 schon zu erreichen, sei ein ehrgeiziges aber notwendiges Ziel. Es sei erschreckend, dass mehr als 30 Prozent der Jugendlichen vor Erreichen des elften Lebensjahres mit dem Rauchen beginnen. Jeder 20. Schüler sei bereits starker Raucher.
Ziegler sprach sich dafür aus, das Rauchverbot auf öffentliche Straßen und Plätze auszuweiten. "Es macht keinen Sinn, wenn die Schüler vor der Schule, an Bushaltestellen oder vor dem Supermarkt weiter rauchen können." Die Einhaltung des Jugendschutzes beim Verkauf von Tabakwaren sollte stärker kontrolliert und die Zahl der Zigarettenautomaten reduziert werden.
Brandenburg liege bei den Zahlen rauchender Jugendlicher "eklatant über dem Bundesschnitt", sagte die Ministerin. Im Osten rauchten zehn Prozent mehr Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren als in den alten Bundesländern, hieß es.
Unter dem Motto "Brandenburg rauchfrei" will Ziegler Nichtraucher unterstützen, vor Passivrauchen schützen und Rauchern den Ausstieg erleichtern. Die CDU-Fraktion plädierte bereits im Januar mit dem Entwurf für ein Ordnungswidrigkeitengesetz für ein gesetzliches Rauchverbot an Schulen, das auch Sanktionen vorsehe. "Was bringt ein Verbot ohne die Möglichkeit, Ver stöße zu bestrafen", sagte CDU-Generalsekretär Sven Petke. (dpa/ta)