| 16:07 Uhr

Bildung
Ministerin: Haben kein Problem mit Unterrichtsausfall

Potsdam. (iwe) Das Land Brandenburg hat aus Sicht von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) „kein flächendeckendes Problem mit erheblichem Unterrichtsausfall“. Vielmehr liege der Anteil der ausgefallenen Stunden seit vielen Jahren bei rund zwei Prozent, erklärte die im September als Nachfolgerin von Günter Baaske (SPD) ins Amt gekommene Sozialdemokratin am Donnerstag im Potsdamer Landtag. Es gelte aber auch, realistisch zu bleiben. „Unterrichtsausfall wird sich im Laufe eines Schuljahres auch bei bester Organisation und beim Ausschöpfen aller Vertretungsmöglichkeiten nie vollständig vermeiden lassen.“ Anfang der Woche war bekannt geworden, dass die Anteil der ersatzlos ausgefallenen Unterrichtsstunden im Schuljahr 2016/2017 mit rund 2,1 Prozent einen neuen Höchststand erreicht haben. Mehr als zehn Prozent der Unterrichtsstunden seien zudem nicht von Fachlehrern erteilt worden. Ernst betonte im Landtag, dass die Vermeidung von Unterrichtsausfall für die Landesregierung weiterhin höchste Priorität habe. So stünden mittlerweile ein Gesundheitsmanagement für Lehrkräfte und ein besonderes Vertretungsbudget in Höhe von 5,5 Millionen Euro zur Verfügung.

(iwe) Das Land Brandenburg hat aus Sicht von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) „kein flächendeckendes Problem mit erheblichem Unterrichtsausfall“. Vielmehr liege der Anteil der ausgefallenen Stunden seit vielen Jahren bei rund zwei Prozent, erklärte die im September als Nachfolgerin von Günter Baaske (SPD) ins Amt gekommene Sozialdemokratin am Donnerstag im Potsdamer Landtag. Es gelte aber auch, realistisch zu bleiben. „Unterrichtsausfall wird sich im Laufe eines Schuljahres auch bei bester Organisation und beim Ausschöpfen aller Vertretungsmöglichkeiten nie vollständig vermeiden lassen.“ Anfang der Woche war bekannt geworden, dass der Anteil der ersatzlos ausgefallenen Unterrichtsstunden im Schuljahr 2016/2017 mit rund 2,1 Prozent einen neuen Höchststand erreicht habe. Mehr als zehn Prozent der Unterrichtsstunden seien zudem nicht von Fachlehrern erteilt worden. Ernst betonte im Landtag, dass die Vermeidung von Unterrichtsausfall für die Landesregierung weiterhin höchste Priorität habe. So stünden mittlerweile ein Gesundheitsmanagement für Lehrkräfte und ein besonderes Vertretungsbudget in Höhe von 5,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Anlass für die Äußerungen von Britta Ernst war eine mündliche Anfrage des Prignitzer CDU-Landtagsabgeordneten Gordon Hoffmann. Gegenüber der RUNDSCHAU äußerte er sich nach der Fragestunde unzufrieden mit der Antwort der Ministerin. „Britta Ernst hat sich offenbar gut eingearbeitet – ihre Antworten fügen sich nahtlos in die bisherige Situation ein“, sagte Hoffmann. Auch ihm sei bewusst, dass es nicht möglich sei, Unterrichtsausfall völlig zu verhindern. „Aber wir können deswegen doch nicht die Hände in den Schoß legen.“

„In Brandenburg gibt es eine Schulpflicht – die Schüler müssen zur Schule gehen, aber die Schule muss auch Unterricht anbieten.“ Nötig seien eine Verdoppelung der Vertretungsreserve und ein Nachdenken über einen landesweiten Vertretungspool. „Wir brauchen eine Lehrerfeuerwehr, wenn Lehrer irgendwo dauerkrank sind“, sagte Hoffmann. „Denn niemand versteht es, wenn an einer Schule sechs Monate kein Englisch unterrichtet wird.“

(iwe)