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| 01:23 Uhr

Menschenrechtszentrum sucht Unterstützung durch Politiker

Cottbus.. Das neu gegründete Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. will sich in den kommenden Tagen an die Brandenburger Landesregierung, den Cottbuser Oberbürgermeister und die Stadtverordneten wenden.

Der Verein sucht bei den Politikern Unterstützung für die Schaffung einer Bildungs- und Begegnungsstätte zur Erinnerung an das Schicksal politischer DDR-Häftlinge in Cottbus. Das kündigte der Vereinsvorsitzende und Brandenburger CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski an.
30 Menschen hatten das Menschenrechtszentrum am Mittwochabend gegründet. Sie wollen Teile oder das gesamte Gelände der ehemaligen Haftanstalt in der Bautzener Straße als Begegnungsstätte nutzen. Die Immobilie, die sich im Landeseigentum befindet, soll jedoch Anfang Dezember bereits versteigert werden. Der Verein werde sich darum bemühen, so Dombrowski, dass die Versteigerung ausgesetzt oder bei einer Veräußerung das Anliegen des Vereines berücksichtigt wird.
Das Cottbuser Gefängnis war nach Bautzen die zweit- größte DDR-Haftanstalt für politische Gefangene. Die Gebäude stehen seit Jahren leer und verfallen. Das Menschenrechtszentrum Cottbus will nun zunächst möglichst viel Material über die Geschichte dieses Gefängnisses, sowie der Cottbuser Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit und Schicksale einzelner Inhaftierter sammeln. (Eig. Ber./sim)