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| 13:53 Uhr

Studie
Mehr Zufriedenheit und mehr rechte Ansichten bei Brandenburgs Jugend

Fast 74 Prozent der Jugendlichen in Brandenburg sind mit ihrer Lebenssituation zufrieden.
Fast 74 Prozent der Jugendlichen in Brandenburg sind mit ihrer Lebenssituation zufrieden. FOTO: Anja Guhlan
Potsdam . Die Jugend in Brandenburg ist in den vergangenen Jahren deutlich zufriedener geworden, zugleich ist die Anfälligkeit für rechtsextreme Einstellungen leicht angestiegen. Das geht aus der neuen Studie „Jugend in Brandenburg 2017“ hervor, die am Donnerstag in Potsdam vorgestellt wurde.

Fast 74 Prozent der Jugendlichen seien mit ihrer Lebenssituation zufrieden, 2010 seien es gut 66 Prozent gewesen. Vor allem bei der finanziellen Situation und den Freizeitmöglichkeiten ist die Zufriedenheit deutlich gestiegen.

Während 2010 noch rund 60 Prozent der Jugendlichen rechtsextreme Einstellungen völlig abgelehnt hätten, seien es 2017 nur noch rund 50 Prozent gewesen, hieß es weiter. Knapp 16 Prozent stimmten rechtsextremen Ansichten tendenziell oder völlig zu, 2010 waren es 13,4 Prozent. 12- bis 14-Jährige hätten dabei rechtsextremen Ansichten deutlich stärker befürwortet als ältere Jugendliche. Die Zustimmung lag bei den Jüngeren im vergangenen Jahr bei 23 Prozent, bei den 15- bis 17-Jährigen bei 11,5 Prozent und bei jungen Menschen ab 18 Jahren bei elf Prozent.

Der Anteil der 12- bis 14-Jährigen, die ausländerfeindliche Aussagen völlig oder tendenziell befürworten, habe sich seit 2010 auf 30 Prozent nahezu verdoppelt, hieß es weiter. Mädchen stimmten dabei ausländerfeindlichen Ansichten inzwischen nahezu gleich häufig zu wie Jungen.

Für die repräsentative Studie des Instituts für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung an der Universität Potsdam wurden 3734 Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 22 Jahren in 46 allgemeinbildenden Schulen und Oberstufenzentren befragt.

(epd/uf)