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| 07:07 Uhr

Unfall-Bilanz 2017
Mehr Verkehrstote auf Lausitzer Straßen

Die schlimmsten Unfälle des Jahres FOTO:
Cottbus. Auf Lausitzer Straßen hat es 2017 deutlich mehr Verkehrstote gegeben. Das zeichnet sich nach den bisherigen Zahlen ab. Wir blicken zurück auf die tragischen Fälle des Jahres. Von Bodo Baumert

Auf Brandenburgs Straßen sind in den ersten zehn Monaten dieses Jahres 130 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Dies seien 24 Verkehrstote mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, teilt das Landesamt für Statistik mit. Bei den insgesamt 7510 Unfällen mit Personenschaden (Vorjahreszeitraum: 7682) wurden von Januar bis Oktober 9604 Menschen verletzt. Die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent auf 70 284.

Die Lausitz hat ihren Anteil daran. In diesem Jahr gab es eine Reihe von tragischen Unfällen, die im Gedächtnis bleiben. Im Sommer war beispielsweise die A13 ein Unfallschwerpunkt, meist mit Beteiligung von Lkw. Auch zwei tragische Unfälle mit Fahrradfahrern sorgten im Lauf des Jahres für Betroffenheit. Im August wurde in Cottbus eine Radfahrerin (29) von einem Lkw überrollt. In Bad Liebenwerda starb im Dezember ein weiterer Radler (64). Auch hier war ein Lkw beteiligt.

Internationale Verwicklungen zog der Unfalltod einer ägyptischen Gaststudentin in Cottbus im April nach sich. Laut einem Unfallgutachten der Dekra war der 20 Jahre alte Pkw-Fahrer aus Sachsen schneller als die erlaubten 30 Stundenkilometer unterwegs. An der Bushaltestelle vor der Stadthalle kam es zum tödlichen Zusammenstoß mit der 22-Jährigen.

Auf Sachsens Straßen sind zwischen Januar und Oktober weniger Menschen gestorben. 132, zwölf weniger als im Vorjahreszeitraum, waren es laut Statistischem Bundesamt. Allerdings gab es auch in Ostsachsen tragische Fälle. Ein schwerer Unfall ereignete sich etwa im Juni auf der B 156 bei Weißwasser: Fünf Fahrzeuge waren beteiligt, darunter ein Kleinbus. Bei dem Massenunfall erlitten zehn Menschen leichtere Verletzungen, darunter auch vier Kinder im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren. Zwei Rentnerinnen (75 und 83 Jahre alt) an Bord des Kleinbusses wurden schwer verletzt. Die Zahl der Verletzten ging in Sachsen insgesamt um 3,3 Prozent auf 14 154 zurück.

Für Schlagzeilen sorgte auch der Busunfall auf der A9 in Bayern hat im Juli. 18 Menschen starben in dem ausgebrannten Reisebus eines Unternehmens aus Ostsachsen.

Hier geht es zur Übersicht der Unfälle 2017.

Die schlimmsten Unfälle des Jahres FOTO: