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| 02:38 Uhr

Mehr Seidenschwänze in Brandenburg gesichtet

1505 Seidenschwänze wurden bisher gezählt.
1505 Seidenschwänze wurden bisher gezählt. FOTO: dpa
Potsdam. Brandenburg erlebt derzeit einen Andrang von Seidenschwänzen: Die eigentlich in Nordeuropa beheimateten Vögel wurden jetzt vermehrt gesichtet. Allein bei der jährlichen Zählung der Wintervögel seien 1505 Exemplare registriert worden, sagte Nabu-Sprecherin Heidrun Schöning am Dienstag. dpa/uf

Das sei ein Plus von 378 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Offenbar finden Seidenschwänze in ihrer Heimat derzeit nicht genug Futter.

"Die bunten Vögel sind in großen Schwärmen in Beerensträuchern oder Ebereschen zu sehen", sagte Schöning. Alle paar Jahre fliehen die Seidenschwänze bei starkem Frost auf Nahrungssuche aus dem Norden und kehren erst zur Brutzeit dorthin zurück. Bei der Aktion zur Zählung der Wintervögel machten in Brandenburg am vergangenen Wochenende mehr als 5400 Naturfreunde mit.

Innerhalb einer Stunde zählten sie in knapp 3300 Brandenburger Gärten mehr als 151 000 Vögel in mehr als 100 Arten. Nach der noch nicht vollständig ausgewerteten Liste wurden am häufigsten Haussperlinge, Kohlmeisen, Feldsperlinge und Amseln erfasst.

Ein Witzbold meldete gar auch eine Bahama-Ente - eine Art, die in Südamerika beheimatet ist, vermutlich in einem Brandenburger Freigehege lebt und nicht zu den heimischen Wintervögeln zählt.