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Mehr Kontrollen im Straßenverkehr

Potsdam. Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) will der wachsenden Zahl schwerer Unfälle auf Brandenburgs Straßen mit verstärkten Kontrollen begegnen. „Jeder Tote und jeder Verletzte auf unseren Straßen sind ein Toter und ein Verletzter zuviel“, sagte Schönbohm bei der Vorstellung der Unfallbilanz für das erste Halbjahr 2007 gestern in Potsdam.. Danach sank die Anzahl der Unfälle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um 0,4 Prozent auf 41 373. Dagegen wuchs aber die Zahl der Verletzten um 7,2 Prozent auf 5969. Gleichzeitig kamen 121 Menschen ums Leben – drei mehr als im Vorjahreszeitraum.


Zugenommen hat auch die Zahl der Unfälle mit Kindern. Nach 417 im ersten Halbjahr 2006 waren es jetzt 441. Zwei Kinder starben. Einen deutlichen Anstieg gab es auch bei den Unfällen mit betrunkenen Fahrern. Bei 927 Unfällen war Alkohol im Spiel - ein Plus von 20,5 Prozent. Dabei kamen zwölf Menschen ums Leben.
Schönbohm sprach von einer zwiespältigen Bilanz. Brandenburg nehme bei den Unfalltoten weiterhin den zweitschlechtesten Platz im Bundesvergleich ein. Je eine Million Einwohner würden auf den Straßen der Mark 102 Menschen bei Unfällen sterben. Mehr seien es mit 109 nur in Mecklenburg-Vorpommern sei. Der Bundesdurchschnitt liege bei 62.
Bei Rasern zeigten scharfe und anhaltende Kontrollen auf Brandenburgs Straßen jedoch bereits Wirkung, sagte Schönbohm. Die Zahl der Geschwindigkeitsunfälle sei um 37,5 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig sank die Zahl der Toten durch zu hohe Geschwindigkeit um ein Viertel auf 40 und die Zahl der Verletzten um rund 41 Prozent auf 995. Schönbohm verwies auf die Autobahn nach Hamburg, wo ein Geschwindigkeitslimit von 130 Stundenkilometern gelte. Hier sei die Unfallzahl drastisch zurückgegangen, sagte er. Dennoch sprach sich der Minister gleichzeitig gegen eine generelle Tempobeschränkungen auf den Autobahnen aus.
Schönbohm verwies auf erhebliche Beanstandungen bei den Kontrollen von Brummis. So hätten 61,7 Prozent der 33 100 im ersten Halbjahr kontrollierten Lastwagen Mängel aufgewiesen. Vor einen Jahr seien es nur knapp 47 Prozent gewesen. Immer mehr Fahrer aus Osteuropa würden in Unfälle verwickelt. Insgesamt habe sich die Zahl der Lastwagenunfälle leicht um 2,4 Prozent auf 6109 verringert. Die Zahl der Getöteten sank um fünf auf 30. (dpa/mb)