| 06:32 Uhr

Studie
Mehr Gewalt durch Flüchtlinge - die Lage in der Lausitz

Studie aus Niedersachsen belegt Anstieg der Gewaltkriminalität.
Studie aus Niedersachsen belegt Anstieg der Gewaltkriminalität. FOTO: Fotolia
Hannover/Potsdam. Studie belegt Anstieg von Straftaten. Wie in Brandenburg sind die Täter meist junge Männer. Von Simone Wendler

Eine kriminologische Studie sorgt für Diskussionsstoff. Wissenschaftler haben untersucht, ob der Anstieg von Gewaltstraftaten seit dem Jahr 2015 mit dem starken Zuzug von Flüchtlingen zu tun haben könnte. Niedersachsen gilt aus Sicht der Wissenschaftler als „durchschnittliches Bundesland“.

Nach ihren Angaben stieg zwischen 2014 und 2016 die Zahl der polizeilich registrierten Gewalttaten in Niedersachsen um 10,4 Prozent. Die Analyse der zu 83 Prozent aufgeklärten Straftaten ergab, dass der Anstieg zu 92,1 Prozent tatverdächtigen Flüchtlingen zuzurechnen war.

Das Innenministerium in Potsdam bestätigte, dass sich für Brandenburg ein ähnliches Bild wie in Niedersachsen ergibt. Die Zahl der Gewaltstraftaten durch Flüchtlinge sei 2016 deutlich gestiegen. Meist seien die Täter junge Männer und der Großteil ihrer Opfer ebenfalls Flüchtlinge.

Nicht äußern wollten sich am Mittwoch die Innenminister von Brandenburg und Sachsen schon zu den Erklärungsansätzen und Empfehlungen der Studie. Die Untersuchung müsse erst gründlich analysiert werden, erklärten die Sprecher beider Ministerien.

Das liegt vermutlich in erster Linie daran, dass die Empfehlungen politischen Sprengstoff beinhalten. Da wird für einen Familiennachzug plädiert, weil die Anwesenheit von Müttern, Schwestern und Partne­rinnen gewalthemmend wirke. Außerdem plädieren die Forscher für ein Einwanderungsgesetz und ein breit angelegtes Rückführungsprogramm für abgelehnte Flüchtlinge.