ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:32 Uhr

Aus dem Landtag
Mehr Bio und mehr Regional

Die Grünen und die CDU im Landtag wollen sich jetzt für mehr Biogemüse und regionale Produkte in Kantinen starkmachen.
Die Grünen und die CDU im Landtag wollen sich jetzt für mehr Biogemüse und regionale Produkte in Kantinen starkmachen. FOTO: Gina Sanders - stock.adobe.com / Gina Sanders/fotolia
Potsdam. Initiative von Grünen und CDU für mehr Brandenburger Produkte in Kantinen. Von Benjamin Lassiwe

Auf dem Speiseplan der Kantine im Brandenburger Landtag stand am Dienstag „Kaßlerkammbraten mit Mischgemüse und Bio-Kartoffeln“, außerdem „Bratwurst mit Zwiebelsoße und Kartoffelstampf aus der Bio-Kartoffel.“ Beide Essenangebote waren jedoch eine absolute Ausnahme. Denn in aller Regel ist das Mittagsangebot in der Parlamentskantine ebenso wie in den übrigen Kantinen des Landes aus herkömmlich erzeugten Lebensmitteln produziert.

„Es gibt keine Sitzung der Kantinenkommission, wo wir nicht um dieses Thema ringen“, sagt der Grünen-Abgeordnete Benjamin Raschke. „Und Bio-Nudeln werden regelmäßig zerkocht, das ist sehr bitter.“

Zusammen mit der CDU wollen die Grünen nun eine parlamentarische Initiative starten, die zum Ziel hat, dass in den Kantinen von Ministerien und Behörden sowie in der Verpflegung von Schulen und Kindertagesstätten verstärkt Produkte aus biologischem und regionalem Anbau zum Einsatz kommen.

Hintergrund ist auch eine „Große Anfrage“, die die Grünen kürzlich zum Thema Produkte aus biologischem und regionale Anbau an die Landesregierung richteten. „Obwohl in der Region sechs Millionen Menschen leben, gibt es in Brandenburg nur 380 Hektar Anbaufläche für Biogemüse“, sagte der Spreewälder Abgeordnete Raschke.

Auch bei herkömmlich erzeugtem Gemüse gingen die Anbauflächen zurück. So würden in Brandenburg heute deutlich weniger Gurken, Kohlgemüse oder Bohnen angebaut als noch vor einigen Jahren. „Wir haben einen breiten Strauß an Förderprgrammen, aber sie haben offensichtlich nichts bewirkt“, so Raschke.

CDU-Fraktionschef Ingo Senftleben erklärte, der gemeinsame Antrag solle „Produkte aus Brandenburg den Verbrauchern schmackhaft machen.“ Gerade bei der Versorgung von Kindertagesstätten und Schulen habe man einen großen Markt, der auf diese Weise bedient werden könnte.

SPD und Linke äußerten sich am Dienstag nicht zu den Plänen der Oppositionsparteien. Am Donnerstag soll der Antrag dann im Plenum des Landtags beraten werden.