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Cyber-Kriminalität
Mehr Attacken auf Computer der Landesverwaltung

Potsdam. Computer der Brandenburger Landesverwaltung sind immer häufiger Ziel von Angriffen aus dem Internet. Die Zahl der schweren Sicherheitsvorfälle, die nicht durch automatische Filter wie Virenscanner abgewehrt werden konnten, stieg in den vergangenen fünf Jahren von 26 auf 85, wie das Innenministerium am Montag auf Anfrage der AfD im Landtag mitteilte. Insgesamt ereigneten sich von 2013 bis 2017 rund 320 Cyberattacken. Mögliche finanzielle Schäden an den EDV-Systemen seien nicht gesondert erfasst worden, hieß es.

Im Bereich der Internetkriminalität registrierte die Polizei seit 2013 rund 41 500 Delikte. Hier ging die Zahl der erfassten Fälle deutlich zurück, von 9790 im Jahr 2013 auf 7214 im vergangenen Jahr, wie aus der in der vergangenen Woche vorgelegten Polizeilichen Kriminalitätsstatistik hervorgeht.

Noch deutlicher sank die eigentliche Cyberkriminalität wie Computerbetrug und das Ausspähen von Daten. Die Zahl der erfassten Fälle verringerte sich im Berichtszeitraum von 1274 auf 528. Insgesamt registrierten die IT-Experten der Brandenburger Polizei von 2013 bis 2017 rund 4350 Delikte von Cyberkriminalität. Die Schäden summierten sich den Angaben zufolge in den fünf Jahren auf rund 1,15 Millionen Euro – mit zuletzt deutlich sinkender Tendenz.

(dpa)