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| 01:24 Uhr

Mehr als 100 000 Besucher bei 15. Brandenburger Landpartie

Potsdam/Lichterfeld. Hofmusik, Miss-Wahl, Kutschfahrten und viel Wissenswertes: Mit weit mehr als 100 000 Besuchern ist die 15. Brandenburger Landpartie am Sonntag zu Ende gegangen. dpa/das

In rund 200 Dörfern öffneten 267 Gastgeber - 22 mehr als im Vorjahr - Höfe und Ställe für Interessierte. Zwei Tage zogen Besucher übers Land, kamen mit Landwirten ins Gespräch - über deren schwierige Lage, so auf dem Milchmarkt, und über Regionalprodukte, wie die Veranstalter berichteten. Agrarminister Dietmar Woidke (SPD) hatte die Landpartie am Samstag in der Bildungseinrichtung Buckow in Lichterfelde (Barnim) eröffnet. Verbraucher sollten einen Einblick in die Landwirtschaft bekommen, sagte Woidke. Allein in der Bildungsstätte wurden mehr als 5000 Besucher gezählt. Landesweit boten die Gastgeber ein volles Programm und führten Besucher auch zu Anlagen und Feldern. Zu kuriosen Wettbewerben zählte auch die Kür der "Miss Muh 2009": Schärpe und Schleife gingen an "Sina", einer Kreuzung aus Angusrind und Holsteiner. Sie erblickte Ende 2008 in der Agrar GmbH Lichterfelde-Golzow das Licht der Welt. Anderenorts übten Kinder melken. In Walchow (Ostprignitz-Ruppin) war ein Kälbchen der Star: An dem von seiner Mutter verstoßenen Zwillingskälbchen "Bosse" kamen die Besucher nicht vorbei, sagte Jürgen Schindler vom "LuchWiesenHof". Lebhaft sei der Besuch auf dem Bauernhof Koch in Löwenberger Land, Ortsteil Großmutz (Oberhavel) gewesen, sagte eine Sprecherin von pro agro - Verband zur Förderung des ländlichen Raumes im Land Brandenburg. Unter den Besuchern seien viele Hauptstädter gewesen. Im Betrieb von Lothar und Matthias Schulze in Rietz-Neuendorf, Ortsteil Grözig (Oder-Spree) sahen Besucher, wie Butter hergestellt wird und was man aus Holz alles schnitzen kann. "Das Wetter ist gut, wir haben viele Gäste", sagte ein Sprecher. Erntetechnik, Anbauverfahren, Biogasanlagen und Naturschutz boten Gesprächsstoff, so pro agro. Gerd Lehmann, Geschäftsführer von pro agro, sagte, der ländliche Raum könne sich nur dort weiterentwickeln, wo Bauern ihre Verantwortung für die Gestaltung dieser Räume sehen und wahrnehmen. dpa/das