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| 13:56 Uhr

30 Jahre Mauerfall
Mehr Nachkriegs-Geschichte in deutschen Schulen gefordert

 Jana Schimke
Jana Schimke FOTO: Karsten Richter/ pr
Lübben. Die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Jana Schimke (CDU) ist Mitglied der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“, die in dieser Woche von der Bundesregierung berufen worden ist. Vorsitzender der Kommission ist der frühere Brandenburger Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) Von Jan Siegel

Die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke (CDU), die als Direktkandidatin für die Regionen Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz in den Bundestag gewählt worden war, fordert, den Erfahrungen der deutschen Teilung und Wiedervereinigung einen deutlich stärkeren Schwerpunkt auf die Zeit zwischen 1945 und 1989 in den Schulen zu geben.

Es dürfe nicht sein, dass Jugendliche die Schule verlassen und die deutsche Geschichte mit dem Zweiten Weltkrieg ende. Sonst müsse man sich nicht wundern, wenn das Verständnis für geschichtliche Zusammenhänge und den Wert von Freiheit und Demokratie fehle.

Die in Cottbus aufgewachsene Jana Schimke war in dieser Woche von der Bundesregierung in die 22-köpfige Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ berufen worden. Ziel des der Kommission ist es, den 30. Jahrestag von Mauerfall und Wiedervereinigung vorzubereiten.

Am Rande der konstituierenden Sitzung am Montag kritisierte Schimke die Aussagen des Juso-Bundesvorsitzenden Kevin Kühnert. Der hatte in einem Interview für die Wochenzeitung „Die Zeit“ die Kollektivierung von Großkonzernen und Einschränkungen beim privaten Wohnungsbesitz gefordert. Schimke: „Wir erleben aktuell, dass manch einer den real existierenden Sozialismus wieder hoffähig machen will und von Enteignung und Verstaatlichung spricht. Deshalb ist es wichtig, daran zu erinnern, was vor 30 Jahren überwunden wurde“

 Die Kommission „30 Jahre friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ mit dem zuständigen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).
Die Kommission „30 Jahre friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ mit dem zuständigen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). FOTO: LR / Kommission 30 Jahre friedliche R