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| 17:21 Uhr

Cottbuser Mädchen missbraucht
Maßregelvollzug-Patient soll lange hinter Gittern

Die Staatsanwaltschaft hat am Montag am Landgericht Cottbus neun Jahre und drei Monate Haft für einen Mann gefordert, der ein Mädchen in Cottbus missbraucht haben soll.
Die Staatsanwaltschaft hat am Montag am Landgericht Cottbus neun Jahre und drei Monate Haft für einen Mann gefordert, der ein Mädchen in Cottbus missbraucht haben soll. FOTO: Frank Hilbert
Cottbus. Ein Mädchen aus Cottbus wurde im Internet von einem Mann getäuscht und später missbraucht. Jetzt soll er mehr als neun Jahre hinter Gitter.

Ein Berliner Maßregelvollzug-Patient soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für den Missbrauch an einem Mädchen in Haft. In ihrem Plädoyer forderte die Anklagebehörde am Montag eine Freiheitsstrafe von neun Jahren und drei Monaten, wie das Landgericht Cottbus mitteilte. Die Verteidigung habe dagegen Freispruch verlangt.

Der Cottbuser Prozess dauert bereits mehr als ein Jahr. Der zum Prozessauftakt 55 Jahre alte Mann soll seine Ausgänge aus dem psychiatrischen Krankenhaus in Berlin dazu genutzt haben, um in Cottbus eine Schülerin zu missbrauchen.

Die Vorfälle sollen sich laut Anklage in den Jahren 2012 und 2013 ereignet haben. Der Mann soll immer wieder sexuelle Übergriffe auf die Schülerin im Freien und in Hotelzimmern verübt haben. Die beiden sollen sich im Internet kennengelernt haben, der Mann soll sich dort anfangs als Jugendlicher ausgegeben haben. Beim ersten Treffen soll das Mädchen 13 Jahre alt gewesen sein.

Die Hauptverhandlung wird laut Gericht am 7. Mai fortgesetzt. Der Angeklagte soll dann Gelegenheit haben, sich zu äußern. Am 8. Mai ist ein weiterer Termin angesetzt.

(dpa/fh)