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| 01:42 Uhr

Markt der Möglichkeiten zum Wandel im Internet

Potsdam.. Potsdam. Brandenburg ist nach Einschätzung von Staatskanzleichef Clemens Appel gut gerüstet für den demografischen Wandel. Es gebe viele Bürgerinitiativen gegen den drastischen Bevölkerungsrückgang in der Mark, sagte Appel am Freitag. In Potsdam eröffnete er die Internetseite „Marktplatz der Möglichkeiten“, auf der künftig jeden Monat ein Projekt vorgestellt wird. dpa/mb

Das Wichtigste dabei sei der Vorbildcharakter. Die kreativen Initiativen sollten anderen Brandenburger Gemeinden Ideen geben, mit dem Bevölkerungsrückgang umzugehen. Erstes "Best-Practice-Beispiel" ist ein generationenübergreifendes Begegnungszentrum in Lunow (Barnim). Gerade in Brandenburg sei der demografische Wandel den Bürgern besonders schwer zu vermitteln, erklärte Appel. Im Ballungsraum rundum Berlin steige die Bevölkerungszahl, in den Randgebieten dagegen sei bis 2030 ein "erheblicher Bevölkerungsschwund" zu erwarten. Jeder dritte Einwohner wird der Prognose zufolge dann über 65 Jahre alt sein. Diese Entwicklung erfordert Appelt zufolge gerade in den ländlichen Gebieten kreative Lösungen. Ein besonders einfallsreiches Projekt sei das Begegnungszentrum in Lunow, das als erste Initiative auf dem "Marktplatz der Möglichkeiten" vorgestellt wird. In Lunow sei mit der Schließung der Schule "auch das Leben gestorben", berichtete die stellvertretende Vorsitzende des Zentrums, Andrea Teichert. Um den Ort wieder zu beleben, hätten die Lunower das alte Schulgebäude und die Sporthalle in Eigenregie saniert. Es entstand ein Haus der Generationen, in dem zahlreiche Vereine, deutsch-polnische Fußballmannschaften und ein Jugendclub ein Zuhause fanden. "Das Wichtigste aber ist, dass wir die Leute im Dorf wachgerüttelt haben", sagte Teichert. "Vor allem die Kinder sollen sich freuen, in Lunow zu wohnen - und auch hierbleiben." dpa/mb