| 02:38 Uhr

Mahler soll wieder ins Gefängnis in Brandenburg

Potsdam. Der wegen Volksverhetzung verurteilte Rechtsextremist Horst Mahler soll nach seiner Auslieferung aus Ungarn seine Reststrafe weiter in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg/Havel verbüßen. Da Mahler in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) gemeldet sei, gelte das Prinzip einer wohnortnahen Unterbringung weiterhin, sagte der Sprecher des Brandenburger Justizministeriums, Uwe Krink, am Mittwoch. dpa/roe

Der 81-Jährige war im April vor seinem angeordneten Haftantritt abgetaucht und hatte in Ungarn vergeblich politisches Asyl beantragt. Mahler war daraufhin Mitte Mai in der ungarischen Grenzstadt Sopron festgenommen worden und kann nun ausgeliefert werden. Die zuständige Staatsanwaltschaft München II hat zehn Tage Zeit, ihn nach Deutschland überstellen zu lassen. Der 81-Jährige war 2009 wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocausts verurteilt worden und verbüßte in Brandenburg eine zehnjährige Freiheitsstrafe.