Noch immer gehen Spenden auf dem Konto „Brandenburg hilft“ für Flüchtlinge aus der Ukraine ein. Am Freitag vermeldete Regine Eichner von der Caritas, mit der unsere Zeitung die Spendenaktion organisiert, eine Summe von 228.366 Euro.
Mit der Summe werden Ankommende in Brandenburg unterstützt, darunter eine zehnköpfige Familie mit Pflegekindern, sie kann an diesem Wochenende in ein ehemaliges Pfarrhaus in Golzow bei Frankfurt (Oder) ziehen und dauerhaft dort wohnen. Mithilfe der Spendenmittel wird die Ausstattung des Hauses mit wichtigen Alltagsgegenständen finanziert, zum Beispiel konnte eine Waschmaschine für die Familie angeschafft werden.

Spendenausgabestelle in Fürstenwalde ist gut besucht

Auch die Spendenausgabestelle in Fürstenwalde wird stark von Geflüchteten aus der Ukraine besucht. Vor allem gespendete Sportschuhe für das Frühjahr und Lebensmittel waren begehrt. Neu ist ein Begegnungscafé, das mit der Hilfe von Ehrenamtlichen betrieben wird. Das Café bietet von Montag bis Freitag kostenlos Kaffee, Tee, Wasser, Obst und kleine Snacks für Geflüchtete an. Für Kinder ist auch eine Spielecke eingerichtet.
Die Räumlichkeiten schließen sich direkt an die Spendenausgabestelle an, so dass Geflüchtete hier leicht miteinander ins Gespräch kommen und sich austauschen können. Der Ort ist perspektivisch auch dazu gedacht, den Gästen bei einem Kaffee wichtige Informationen an die Hand zu geben. So werden in Absprache mit der Integrationsbeauftragten für Fürstenwalde in den kommenden Wochen Infoveranstaltungen im Café stattfinden, die Orientierung im Behördendschungel geben und das Ankommen erleichtern.

20.000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in Brandenburg

In Brandenburg sind derzeit etwa 20.000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine untergekommen. In den Kommunen waren zuletzt rund 18.960 Geflüchtete über die Sozialämter registriert, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Potsdam mit. Der Stand von Dienstag gibt allerdings nicht die komplette Zahl wieder, da viele Flüchtlinge auch privat untergekommen sind, ohne sich zu melden. In den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes sind nach Angaben des Innenministeriums derzeit rund 1.500 Flüchtlinge aus der Ukraine untergebracht. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) rechnet damit, dass bis zu 40.000 Geflüchtete aus der Ukraine ins Land kommen.
Alle aktuellen Entwicklungen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine gibt es in einem Liveticker.
Eine Übersicht zu Hilfsaktionen finden Sie hier und auf einer Themenseite.

Hier können Sie spenden:

Spendenaktion „Brandenburg hilft Flüchtlingen aus der Ukraine“

Das Spendenkonto lautet:
Caritasverband Berlin
IBAN: DE31 1002 0500 0003 2135 00
BIC: BFSWDE33BER
Stichwort: „Ukraine – Brandenburg hilft“