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Lkw fährt in Unfallstelle - zwei Feuerwehrleute tot

Ein umgekippter Feuerwehrwagen liegt am 05.09.2017 auf der Autobahn 2 kurz hinter der Ausfahrt Netzen (Brandenburg).
Ein umgekippter Feuerwehrwagen liegt am 05.09.2017 auf der Autobahn 2 kurz hinter der Ausfahrt Netzen (Brandenburg). FOTO: Paul Zinken (dpa)
Brandenburg an der Havel. Zwei Feuerwehrmänner sind bei einem Einsatz auf der Autobahn A2 in Brandenburg tödlich verunglückt. Offenbar fuhr ein Lkw in die Unfallstelle, auf der die Retter gerade Hilfe leisteten. dpa/bob

Die Helfer wurden am frühen Dienstagmorgen zu einem Unfall bei Brandenburg an der Havel gerufen, wie die Polizei mitteilte. Ein Sattelzug prallte kurze Zeit später gegen ein Feuerwehrauto an der Unfallstelle. Dieses drehte sich um die eigene Achse, kippte um und begrub die zwei Feuerwehrmänner unter sich. Der 23-Jährige und sein 38-jähriger Kollege starben noch an der Unfallstelle. Der Lkw-Fahrer wurde verletzt.

Die Einsatzkräfte wurden zunächst zu einem Unfall mit einem Kleintransporter gerufen. Der Fahrer war mit dem Transporter auf einen Sattelschlepper aufgefahren, wurde eingeklemmt und schwer verletzt. Für die Rettungsarbeiten sperrten Polizei und Feuerwehr die rechte und die mittlere Spur.

Etwa eine Stunde nach dem ersten Unfall wollte ein 55-jähriger Lkw-Fahrer auf der linken Spur an der Unfallstelle vorbeifahren. Aus noch ungeklärter Ursache erfasste er dabei mit seinem LKW ein Polizeiauto, das zur Sicherung auf der mittleren Spur stand. Der Sattelzug kam ins Schlingern und prallte gegen das Feuerwehrauto. Es kippte um und begrub die beiden Männer unter sich.

„Ich kann mich gar nicht in die Lage der Kameraden hineinversetzen, die sehen mussten, was mit ihren Kameraden passiert ist“, sagte der Schichtführer der Brandenburger Berufsfeuerwehr. Die Kräfte, die im Einsatz waren, wurden abgelöst und von Seelsorgern betreut.

Die Autobahn war seit dem zweiten Unfall zwischen den Anschlussstellen Brandenburg und Netzen in Richtung Berlin noch gegen 09.00 Uhr gesperrt. In den Morgenstunden kam es zu kilometerlangen Staus. Da die Sperrung noch mehrere Stunden andauern sollte, wurden Autos zur letzten Ausfahrt zurückgeleitet. Ein Gutachter war vor Ort und übernahm die Ermittlungen zur Unfallursache.