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| 02:38 Uhr

Linke wollen mehr Geld für längere Kita-Betreuung

Potsdam. Brandenburgs Kita-Kinder gehen oft länger in die Kita, als der Staat bezahlt. Darauf machte am Dienstag die kinderpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Potsdamer Landtag, Gerrit Große, aufmerksam. iwe1

Rund 65 000 Kita-Kinder, was etwa der Hälfte aller im Land betreuten Kinder entspricht, seien länger als acht Stunden am Tag in einer Kindertagesstätte.

Die Kita-Träger erhielten aber Große zufolge maximal sechs Stunden pro Tag refinanziert. Künftig soll die Finanzierung der tatsächlichen Betreuungszeit angepasst werden, sagte Große am Dienstag in Potsdam. "Eine der größten Baustellen bei den Kindertagesstätten ist die Frage, wie wir die länger gewordenen Betreuungszeiten finanziell abbilden." Man müsse noch in dieser Legislaturperiode an dieser Stelle zu einer Entscheidung kommen. Zudem beklagte die Linken-Abgeordnete, die sich aus Anlass einer von ihrer Fraktion durchgeführten Kita-Tour äußerte, einen "immensen Fachkräftemangel" an den Kindertagesstätten. "Das Ringen, Erzieher von guter Qualität an die Einrichtungen zu bekommen, bedarf noch neuer Überlegungen." Die Kommune Oranienburg (Kreis Oberhavel) etwa ersetze mittlerweile Interessierten, die sich an privaten Einrichtungen zum Erzieher ausbilden lassen, das Schulgeld, wenn die Kandidaten sich anschließend für die Dauer von drei Jahren an eine kommunale Kita binden.