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| 06:51 Uhr

Potsdam im Kunst-Licht
Lichtspektakel in der Landeshauptstadt

Unter dem Motto „Potsdam im Licht"  findet vom 2. bis 4.November in der Zeit von 17 bis 23 Uhr
das 3. Potsdamer Lichtspektakel statt. Mehr als 30 Objekte sollen wie hier das Belvedere im Vorjahr illuminert werden.
Unter dem Motto „Potsdam im Licht" findet vom 2. bis 4.November in der Zeit von 17 bis 23 Uhr das 3. Potsdamer Lichtspektakel statt. Mehr als 30 Objekte sollen wie hier das Belvedere im Vorjahr illuminert werden. FOTO: Enrico Verworner
Potsdam . Bei „Potsdam im Licht“ wird die Landeshauptstadt von Brandenburg zum dritten Mal wieder bunt. Das Lichtspektakel findet in diesem Jahr vom 2. bis 4. November in der Zeit zwischen 17 und 23 Uhr statt. Von Frank Hilbert

„Mit knapp 100 000 Besuchern hat das Potsdamer Lichtspektakel im Jahr 2017 unsere Erwartungen weit übertroffen. Der rege Zuspruch hat uns bestärkt, das Lichtfest in Potsdam weiter zu entwickeln“, betonen die Initiatoren Alice Paul-Lunow und Andreas Boehlke, die gemeinsam auch die Projektleitung für das Lichtkunstfestival Berlin leuchtet innehatten.

Mehr als 30 Objekte sollen illuminiert werden und möglichst viele Gäste anlocken. Im vorigen Jahr waren es laut Veranstalter immerhin 80 000. Dieses Jahr können die Besucher einige neue Standorte entdecken: die Biosphäre Potsdam bietet ein Programm unter dem Titel „Magische Dschungelnächte rund um den Urwaldsee“ an. Zwischen 17 und 23 Uhr (sonntags bis 22 Uhr) kann die Biosphäre zum vergünstigten Eintrittspreis erkundet werden. „Harfenmusik am Urwaldsee und exotische Kulinarik unter Palmen laden zum Entdecken und nächtlichem Abenteuer ein“, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter.

Ganz in der Nähe, am Belvedere auf dem Pfingstberg (Foto) verzaubern den Besucher Kristallwelten der Künstlerin Dorte Sukavi und eine Lichtinstallation des österreichischen Lichtkompositeurs Harald Tragweindl. DJ Stefan Lammel, Raclette Leopold und Goldstaub Barcatering sorgen zudem für loungige Verweil-Atmosphäre an diesem mystisch-schönem Ort.

Die Bahnhofspassagen stünden dieses Jahr für Interaktivität: die Fin Sin Fin Lichtskulpturen des Lichtkünstlers Malte Kebbel markieren im Atriumbereich des Bahnhofs den Startpunkt zum Spaziergang durch die Stadt. „Mit Laserstiften können die Gäste den Skulpturen für etwa 20 Sekunden ihre eigene künstlerische Note verleihen und die Skulpturen kreativ leben lassen“, kündigen die Macher des Lichtspektakels an.

Auf der Fassade Richtung Babelsberger Straße wartet das Computerspiel „Snake“ – bekannt unter anderem von den alten Nokia-Handys – darauf, um von den Besuchern auf der Fassade gespielt zu werden. Zwischen 17 und 22 Uhr sollen so tolle Lichtvarianten der „Schlange“ entstehen, die sich am Gebäude entlang windet und per Joystick gesteuert wird.

Die Geschäfte werden am Freitag und Samstag von 9.30 bis 20 Uhr sowie am verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet sein. Auf dem Weg in die historische Innenstadt soll es vor allem für Familien mit Kindern einen besonderen Erlebnisbereich im Café auf der Freundschaftsinsel geben. Mit Theo Tintenklecks wird an allen drei Tagen zwischen 17 bis 20 Uhr gebastelt. Quizzen rund um die Welt, leuchtende Sportgeräte und Kinderschminken mit nachtleuchtender Farbe sowie Stockbrot und Kinderpunsch runden das bunte Programm ab.Hier noch ein paar besondere Höhepunkte: Freitag, 18.30 Uhr Farbschatzsuche, Samstag 19 Uhr Lampionumzug, Sonntag, 18.30 Uhr Leucht-Entenrennen.

Auf dem Weg Richtung Innenstadt begegnet den Gästen das illuminierte ILB-Gebäude. Der Licht- und Videokünstler Stefan Ihmig (RESORB), der während des jüngsten Circle of Lights Festival in Moskau mit dem ersten Preis des Art Vision Contest ausgezeichnet wurde, gestaltet ein 3 D - Mapping auf der Fassade zu den vier Förderbereichen der Investitionsbank des Landes Brandenburg.

Der Alte Markt will mit Harald Tragweindls Illuminationen zur Sonderausstellung „Umkämpfte Wege der Moderne – Wilhelm Schmid und die Novembergruppe“, begeistern, die zurzeit im Potsdam-Museum zu sehen ist. Nikolaikiche und das Fortuna-Portal des Landtags-Schlosses sollen ebenfalls in neuem Gewand zu sehen sein. Die chilenische Künstlerin Majorie Chau taucht die Berliner Volksbank am ehemaligen Standort der Alten Post in eine Video-Kollage „Hoffnung und Zusammensein“, die das Leben mit Optimismus und Freiheit zeigt.

Zum ersten Mal soll auch das Stadthaus in der Friedrich-Ebert-Straße erstrahlen. Die PMSG Potsdam Tourismus Marketing GmbH bietet an allen Veranstaltungstagen jeweils um 17 Uhr und um 19 Uhr einen geführten Lichtspaziergang an, der an der Tourist-Information in den Bahnhofspassagen startet und im Holländischen Viertel endet. Tickets sind in den Tourist-Infos im Stadtgebiet oder über das Buchungssystem www.reservixx.de erhältlich. Dieses lädt mit seinem Lichtermarkt von 13 bis 22 Uhr an allen Tagen zum Genießen und Verweilen ein und bildet mit Live-Performances und Gastronomie das Zentrum des Festes, bei dem auch wieder das Quartier Schiffbauergasse, der Nikolaisaal Potsdam und das Stern-Center mit Illuminationen präsentieren werden.

Zum Mitmachen soll es dieses Jahr das erste Mal einen Fotowettbewerb geben. „Das Siegerbild wird im Potsdam-im-Licht-Kalender veröffentlicht“, versprechen die Verantalter. Einsendeschluss für die Fotos ist der 6. November. Die Teilnahmebedingungen können der Website entnommen werden.