ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:46 Uhr

UPDATE Trockenheit
Waldbrände sorgen für zahlreiche Feuerwehreinsätze in der Lausitz

Immer wieder müssen Feuerwehren derzeit in der Lausitz ausrücken, so wie hier in Welzow am Dienstag.
Immer wieder müssen Feuerwehren derzeit in der Lausitz ausrücken, so wie hier in Welzow am Dienstag. FOTO: LR / Torsten Richter-Zippack
Cottbus. Im Dauereinsatz befinden sich seit Dienstagmorgen die Feuerwehren der Region. Trockenheit und hohe Temperaturen haben zu zahlreichen Wald- und Flächenbränden geführt.

In der Leitstelle Lausitz haben am Dienstag die Leitungen geglüht. 276 Einsätze, davon alleine 27 Feuerwehreinsätze mussten die Mitarbeiter der Leitstelle bis zum Nachmittag koordinieren – doppelt so viele wie in einer normalen Schicht. Neben Unfällen und Wohnungsbränden waren es vor allem Feuer in Wäldern, die zu Einsätzen für die örtlichen Feuerwehren führten.

In Bahnsdorf (OSL) etwa waren Wehren aus Sedlitz, Neupetershain, Altdöbern, Bahnsdorf, Lieske und Dörrwalde im Einsatz- Alarmiert wurde hier kurz nach 13 Uhr. 2500 Quadratmeter Wald standen in Flammen.

In Halbe (LDS) wurden gegen 13.45 Uhr die Wehren von Briesen, Teupitz, Halbe, Teurow, Märkisch Buchholz, Bestensee und Mittenwalde alarmiert. 1200 Quadratmeter Wald standen hier in Flammen, eine munitionsgefährdete Fläche.

In Meuro (OSL) brannte ein Getreidefeld, zu dem um 14.25 Uhr die Wehren von Schipkau, Drochow, Annahütte und Meuro ausrückten.

In Münchehofe (LDS) wurden gegen 13 Uhr die Feuerwehren von Prieros, Birkholz, Märkisch Buchholz, Groß Köris, Münchehofe und Hermsdorf losgeschickt. 1000 Quadratmeter brannten hier.

In Welzow (SPN) hatten die Kameraden der Feuerwehren gleich drei Einsätze. Feuer gab es auf dem Flugplatz, an der Straße von Welzow nach Proschim sowie an der Verbindung zwischen Proschim (Ausbauten) und Lieske. Nach Angaben von Stadtbrandmeister Bernd Asmus waren die Wehren aus Welzow, Proschim, Lieske und Bahnsdorf im Einsatz. Die Brandflächen blieben aufgrund des zügigen Eingreifens klein.

Weitere Hilfseinsätze wurden für die Feuerwehren in oder-Spree und Sachsen gefahren.

In der Früh hatte es bereits bei Bärenklau (SPN) einen Waldbrand gegeben. Rund 300 Quadratmetern standen dort in Flammen. Die Ortswehren von Schenkendöbern, Groß Gastrose, Krayne, Grießen und Schlagsdorf waren an den Löscharbeiten beteiligt.

Bei Großräschen haben am Montagabend gegen 20.30 Uhr rund 500 Quadratmeter Waldboden gebrannt. Entdeckt hatte das Feuer in dem großen und schwer zugänglichen Waldgebiet der ADAC-Rettungshubschrauber beim Überflug während eines Einsatzes.

Im Zuge von Trockenheit und Hitze hat es auch in Sachsen mehr als ein Dutzend Waldbrände gegeben. Die Ursachen liegen vor allem im fahrlässigen Verhalten von Besuchern, wie der Sprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst, Renke Coordes, am Dienstag sagte. Lagerfeuer, Grillen, Funkenflug oder „ganz typisch“ weggeworfene Zigaretten, „schon die Asche reicht aus“.

Hinzu kamen weitere Einsätze bei Verkehrsunfällen und einem Wohnungsbrand mit einem Toten in Elbe-Elster.

(bob)