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Böen bis Orkanstärke
Lausitz bereitet sich auf Sturmtief „Friederike“ vor

Sturm und Schnee verheißt das Wetter für Donnerstag.
Sturm und Schnee verheißt das Wetter für Donnerstag. FOTO: Lisa Forster / dpa
Cottbus. Sturmtief „Friederike“ bringt ungemütliches und vor allem sehr windiges Wetter nach Deutschland. Auch für die Lausitz gibt es erste Warnungen. Stromnetzbetreiber Mitnetz trifft schon Vorbereitungen. Von Bodo Baumert

Mit schweren Sturmböen bis zu orkanartigen Böen von 90 bis 115 Kilometern pro Stunde muss am Donnerstag vor allem in Nordrhein-Westfalen, dem südlichen Niedersachsen, Nordhessen und Thüringen sowie in Teilen Sachsen-Anhalts und Sachsens gerechnet werden. Im höheren Bergland sowie in herausragenden Lagen sind am Donnerstag auch orkanartige Böen mit mehr als 120 km/h möglich, wie der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch in Offenbach berichtete.

Für die Lausitz hat die Unwetterzentrale am Mittwoch Vorwarnungen der Stufe „gelb“ ausgerufen. Orkanböen bis etwa 120 km/h seien örtlich möglich. Ein Hochstufen auf die Alarmstufe „rot“ sei möglich. Die Warnungen gelten ab 9 Uhr.

Neben dem Wind werden auch kräftige und länger anhaltende Niederschläge erwartet. Sie breiten sich nordostwärts bis zur Ostsee aus. Vor allem im Norden und Osten kann es dabei bis in tiefe Lagen länger schneien.

Der Netzbetreiber Mitnetz Strom hat am Mittwoch bereits auf die Warnungen reagiert und seine Mitarbeiter in Alarmbereitschaft versetzt. „Die Schaltleitung, Rahmenvertragsfirmen, weitere Dienstleister und das Callcenter wurden informiert und sensibilisiert. Die Verfügbarkeit von Einsatzfahrzeugen wird erhöht sowie Verbrauchsmaterialen und Notstromaggregaten überprüft und vorbereitet“, so Pressesprecherin Evelyn Zaruba. Der Netzbetreiber bittet um Verständnis, dass eventuell Stromausfälle und Störungen auf Grund umstürzender Bäume oder Äste in Leitungen auftreten können. „Alle verfügbaren Kräfte werden in Bereitschaft versetzt. Die Mitarbeiter arbeiten daran, die Stromversorgung aufrecht zu erhalten beziehungsweise schnellstmöglich wiederherzustellen“, so Evelyn Zaruba.

Treffen wird „Friederike“ die Lausitz ausgerechnet am 18. Januar. An jenem Tag vor elf Jahren fegte der Orkan „Kyrill“ mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 Stundenkilometern über die Lausitz und hinterließ vor allem im Elbe-Elster-Kreis große Schäden.