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Lange Tage im Landtag

Brandenburgs Landtag steht kurz vor der Sommerpause. Zum letzten Mal kommen die Abgeordneten nächste Woche im Plenum zusammen, um über die Dinge zu beraten, die vor den großen Ferien unbedingt noch entschieden werden müssen. iwe1

Und das Programm ist vielfältig - die Fraktionen haben scheinbar ihre ganze Kreativität entfaltet, als es darum ging, darüber nachzudenken, was man vielleicht auch noch debattieren könnte. So wollen SPD und Linke etwa über "Kunst am Bau" beraten, was in einem Parlament, dessen weißer Adler in der vergangenen Legislaturperiode für mehr Diskussionen sorgte als die aktuelle Politik, ein gefährliches Thema sein könnte.

Den Adler, äh, den Vogel abgeschossen hat aber wieder einmal die AfD. Die Alternative für Deutschland will sich mit einem Antrag dafür einsetzen, dass der Landtag die Landesverfassung ändert, um dort den Satz "Die Landessprache ist Deutsch" einzufügen. Ein Antrag, den auch schon die Landtagsfraktionen in Thüringen und Baden-Württemberg ergebnislos gestellt hatten. Und auch in Brandenburg hatte der Landtag schon über einen ähnlichen Antrag der AfD diskutiert - im März, er wurde abgelehnt. Da fällt es kaum noch ins Gewicht, dass sich die Rechtspopulisten sogar um den Geschlechtsverkehr der Brandenburger sorgen. In einem Antrag nämlich fordern sie die Regierung auf, einen "Zukunftsplan zur Steigerung der Geburtenrate im Land" zu erarbeiten. Auf die Debatte dazu darf man wohl mit Fug und Recht gespannt sein.