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| 01:38 Uhr

Landtags-Posse um SED-Emblem

Potsdam.. Seit 16 Jahren residieren die Landtagsabgeordnete auf dem Potsdamer Brauhausberg, ehemaliger Sitz der SED-Bezirksleitung. Jetzt streiten sich die Koalitionäre von SPD und CDU über Retuschen an der um 1900 erbauten Reichskriegsschule.

Am Turm des Gebäudes - im Volksmund "Kreml" genannt - prangt nämlich weithin sichtbar der Schatten des SED-Emblems mit den verschlungenen Händen. Damit müsse nun Schluss sein, meint die CDU-Fraktion. Doch die Verbündeten von der SPD verweisen auf den Neubau, der bis 2011 im Potsdamer Zentrum entstehen soll und lehnen Schönheitsmaßnahmen ab.
Nach Vorstellung der CDU sollte das SED-Emblem endlich verschwinden. Die ersten Lösungen waren noch sehr teuer, von 100 000 Euro sei die Rede gewesen, erinnerte sich gestern Landtagspräsident Gunter Fritsch. In der vergangenen Sitzung des Landtagspräsidiums stellte die CDU nun eine preisgünstigere Lösung vor: Eine Art beschichtetes, wetterfestes PVC-Plakat, bedruckt mit dem Brandenburger Adler. Kostenpunkt rund 25 000 Euro. (dpa/mb)